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05.12.2013

11:28 Uhr

Deutsche Bank

Fitschen kritisiert Schäuble hart

Jürgen Fitschen hat genug vom Bankenschreck Wolfgang Schäuble. Der Co-Chef der Deutschen Bank hält Aussagen des Finanzministers für „populistisch“. Er reagiert auf ein Interview im Handelsblatt. Die Union wettert zurück.

Jürgen Fitschen (l.) und Wolfgang Schäuble: Vor knapp zwei Wochen trafen der Bankchef und der Bundesfinanzminister in Frankfurt noch persönlich aufeinander. dpa

Jürgen Fitschen (l.) und Wolfgang Schäuble: Vor knapp zwei Wochen trafen der Bankchef und der Bundesfinanzminister in Frankfurt noch persönlich aufeinander.

BerlinDeutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble für dessen jüngste Bankenschelte heftig kritisiert. „Es kann nicht sein, dass man sich hinstellt und sagt, die Banken umgehen immer noch die Regeln“, sagte Fitschen am Mittwochabend in Berlin und reagierte damit auf Äußerungen Schäubles. Dieser hatte sich zuvor gegen eine Regulierungspause für Banken ausgesprochen.

„Die Kreativität der Banken, die Regulierung zu umgehen, ist weiterhin groß“, sagte Schäuble in einem Interview mit dem Handelsblatt (das E-Paper der Donnerstagsausgabe gibt es hier zum Download). Er wisse, dass die Banken meinten, es reiche mit der Regulierung.

Fitschen, der auch Präsident des Privatbankenverbandes BdB ist, bezeichnete es als unverantwortlich und populistisch, wenn man die Fortschritte im Bankenbereich nicht sehe. Die aktuellen Schlagzeilen hätten mit Dingen zu tun, die vor vielen Jahren passiert seien.

Deshalb sei es nicht in Ordnung, wenn man so tue, als ob es bei den Banken so weitergehe wie in den Jahren vor der Finanzkrise 2008/2009. Am Mittwoch bekam die Deutsche Bank in der Affäre um Zinsmanipulationen von der EU-Kommission eine Rekordstrafe von 725 Millionen Euro aufgebrummt.

Fitschen sprach auf einer Diskussionsrunde unter anderem mit dem Grünen EU-Parlamentarier Sven Giegold. Dieser hatte sich zuvor eher ironisch zum Zeitpunkt der Veranstaltung unter dem Motto „Unbehagen am Kapitalismus - Banken in der Kritik“ geäußert. „Dass er diese Veranstaltung so perfekt terminiert hat, also, der BdB ist wirklich nur zu beglückwünschen“, sagte Giegold.

Kommentare (25)

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Beirat

04.12.2013, 20:17 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

wuerfel

04.12.2013, 20:37 Uhr

Zitat : „Wenn man mit solchen Parolen, so populistisch an solchen Tagen Dinge kommentiert, ist das unverantwortlich.“
......unverantwortlich ist das Verhalten der deutschen Bank und ihrer Manager wie das heutige Urteil mit Millionenbusse zeigt.
Fitschen sollte besser schweigen und arbeiten!

Earthtourist

04.12.2013, 20:37 Uhr

Wir brauchen eigendlich nur eine einzige Bank, und zwar eine Staatliche Bank, wo der Bürger seine Krötchen sicher halten und seine Bankgeschäfte abwickeln kann. Der ganze Fruchtsalad gieriger Banken die eher von Kasino Mentalität getrieben werden ist absolut unnötig, sehr gefährlich und unsinnig.

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