Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.05.2015

18:34 Uhr

Deutsche Bank

Für Jain und Fitschen wird die Luft dünner

VonDaniel Schäfer

Der Deutschen Bank könnte in naher Zukunft ein größerer Umbau der Unternehmensspitze bevorstehen als bisher gedacht. Denn der Vorstand genießt nicht mehr das Vertrauen des mächtigen Aktionärsberaters Hermes.

Der Wunsch nach Veränderung im Vorstand der Deutschen Bank könnte nach Informationen des Handelsblatts schon sehr schnell Wirklichkeit werden. dpa

Anshu Jain (r) und Jürgen Fitschen

Der Wunsch nach Veränderung im Vorstand der Deutschen Bank könnte nach Informationen des Handelsblatts schon sehr schnell Wirklichkeit werden.

FrankfurtDie Führungsspitze der Deutschen Bank gerät ins Visier eines der einflussreichsten Investoren Europas. Der britische Aktionärsberater Hermes Equity Ownership Services fordert nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochsausgabe) einen Vorstandsumbau.

„Wir werden den Aufsichtsrat bitten, in den nächsten Monaten die Zusammensetzung des Vorstands zu überprüfen. Der Vorstand genießt nicht mehr unser Vertrauen“, sagte Hans-Christoph Hirt, Manager des Londoner Aktionärsberaters, dem Handelsblatt.

Mit der Forderung aus London bekommt der Widerstand der Deutsche-Bank-Aktionäre auf der Hauptversammlung am Donnerstag eine neue Dimension. Denn Hermes ist bekannt für seinen Einfluss auf Großinvestoren. Der britische Berater zettelte unter anderem bei Infineon eine Aktionärsrevolte an, die letztlich zum Rücktritt des damaligen Aufsichtsratschefs Klaus Wucherer führte.

Der Wunsch nach Veränderung im Vorstand der Deutschen Bank könnte nach Informationen des Handelsblatts schon sehr schnell Wirklichkeit werden. Der Aufsichtsrat der Bank wird demnach an diesem Mittwoch nicht nur über den Weggang des Privatkundenchefs Rainer Neske und über dessen Nachfolge beraten, sondern es wird auch ein weitergehender Umbau des Vorstands besprochen.

Die Deutsche Bank wollte dies nicht kommentieren.

Rainer Neske

Zu viel Frust: Deutsche-Bank-Privatkundenchef schmeißt hin

Rainer Neske: Zu viel Frust: Deutsche-Bank-Privatkundenchef schmeißt hin

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Guntram Klein

19.05.2015, 19:24 Uhr

Kein Wunder!! Wenn eine Bank in weltweit mehr als 5.000 Prozesse involviert ist, dann stimmt etwas nicht - und zwar in der Führung!!
Nicht nur das diese Tatsache total unseriös ist, beschädigt es auch die gesamte Bankenwelt.
Weg mit diesen Bankstern - und zwar ohne Abfindung!!

Herr Paul Rimmele

20.05.2015, 07:50 Uhr

Der wahare Schuldige sitzt in der Schweiz.
Josef Ackermann hätte nie Chef der Deutschen Bank werden dürfen.
Jain und Fitschen sind diejenigen, die übrig geblieben sind vom korrupten Führungszirkel.
Sie müssen nun die Konsequenzen tragen und für beide wäre es besser, wenn Sie sich
schnell entschlössen reinen Tisch zu machen und zu verschwinden.
Beide waren Mitverursacher der Katastrophe; Sie hätten es besser wissen müssen.

Herr Manfred Zimmer

20.05.2015, 08:48 Uhr

"Josef Ackermann hätte nie Chef der Deutschen Bank werden dürfen."

So einfach geht das nicht.

So einfach ist Josef Ackermann nicht ins Amt gekommen. Er bedurfte der Zustimmung seitens der BAFin.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×