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10.12.2013

04:26 Uhr

Deutsche Bank gegen Kirch

Ackermann ruft Verfassungsgericht an

Jüngst beschlagnahmte Dokumente könnten die Deutsche Bank im Streit mit den Erben des Kirch-Imperiums schwer belasten. Nun will Josef Ackermann, ehemaliger Chef der Bank, die Verwendung der Memos verhindern.

Josef Ackermann, ehemaliger Chef der Deutschen Bank. Reuters

Josef Ackermann, ehemaliger Chef der Deutschen Bank.

MünchenDer frühere Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat in der Auseinandersetzung mit den Erben des Medienmagnaten Leo Kirch das Bundesverfassungsgericht angerufen. Die Anwälte Eberhard Kempf und Helen Schilling haben Verfassungsbeschwerde eingereicht, nachdem die Staatsanwaltschaft München der KGL Pool vergangene Woche Einsicht in Ermittlungsakten gewährt hatte, so ein Sprecher des Verfassungsgerichts. Sie argumentieren, die Akteneinsicht verletze Persönlichkeitsrechte.

Die Karlsruher Verfassungshüter sollen per einstweiliger Anordnung verhindern, dass die Kirch-Erben die in der Bank beschlagnahmten Dokumente gegen Ackermann und dessen ehemaligen Arbeitgeber verwenden. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat zahlreiche in dem Geldinstitut sichergestellte Mails, Vermerke und Protokolle den Kirch-Erben überlassen. Diese wollen das Material für ihre Schadenersatzprozesse gegen die Bank nutzen.

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Im Streit mit den Erben des Kirch-Imperiums verstärkt sich der Druck auf das Finanzinstitut. Einem Bericht zufolge haben Ermittler ein internes Memo beschlagnahmt, das demnach Falschaussagen vor Gericht dokumentiert.

Das sei nicht in Ordnung, findet Ackermann. Seine Anwälte beschweren sich beim Verfassungsgericht und anderen Instanzen heftig über die Münchner Justiz. Deren Beschlagnahme-Beschluss verstoße gegen höchstrichterliche Vorgaben aus Karlsruhe. Zudem enthielten die konfiszierten Dokumente auch Daten vieler Bank-Kunden, die mit dem Fall Kirch gar nichts zu tun hätten.

Bekommt Ackermann Recht, dann haben die Kirch-Erben zwar die Akten, dürften damit aber nichts anfangen. Eile ist aus Sicht des Ex-Vorstandschefs geboten, weil neue Entscheidungen im Fall Kirch anstehen. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchtem Prozessbetrug im Fall Kirch gegen Ackermann und andere Beschuldigte, die den Vorwurf zurückweisen.

Kommentare (5)

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BITTEkaufMICHfrei

10.12.2013, 07:48 Uhr

da ackermann ,die geschichten und die vorgehensweise orchestriert haben wird.kämpft er um knast oder nicht knast

daß ich die kosten seiner verschlagenen vorgehensweise als aktionär bezahlen muß ,is ne frechheit

der feigling ackermann sollte seine verantwortung tragen

bonafide

10.12.2013, 09:27 Uhr

Ackermann sollte von deutschem Boden aus in Haft genommen werden.

Account gelöscht!

10.12.2013, 09:40 Uhr

Die Bänker haben nur die Wahrheit über Kirch gesagt. Dass man dafür bestraft werden kann, spricht für sich selber.

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