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06.07.2016

15:19 Uhr

Deutsche Bank

Geldhaus will Schiffskredite in großem Stil losschlagen

Die Deutsche Bank will ihre Bilanz säubern und deshalb Schiffskredite im Milliardenvolumen verkaufen. Andere Institute haben den gleichen Plan – was die Sache sehr komplex macht.

Das Geldhaus hat Insidern zufolge Schiffskredite mit einem Volumen von rund fünf Milliarden Euro in den Büchern. dpa

Zentrale der Deutschen Bank

Das Geldhaus hat Insidern zufolge Schiffskredite mit einem Volumen von rund fünf Milliarden Euro in den Büchern.

Die Deutsche Bank will Finanzkreisen zufolge Schiffskredite im Milliardenvolumen verkaufen und damit ihre Bilanz säubern. Deutschlands größtes Geldhaus bereite die Veräußerung eines großen Portfolios an Schiffskrediten vor, in dem viele ausfallgefährdete Darlehen enthalten seien, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Ziel sei es, Kredite im Nominalwert von mindestens einer Milliarde Dollar loszuwerden. Falls die Veräußerung einer ersten Tranche gelinge, könnten noch weitere Darlehen auf den Markt geworfen werden.

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Die Schiffsbranche durchläuft wegen Überkapazitäten seit Jahren eine schwere Krise. Zuletzt verschärfte sich die Lage noch einmal wegen des schwächeren Wachstums in China und des mauen Welthandels. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat deshalb von zahlreichen Finanzinstituten umfangreiche Daten über Schiffskredite und Rücklagen für ausfallgefährdete Darlehen angefordert.

Viele Institute fürchten, dass die EZB in einem zweiten Schritt höhere Abschreibungen verlangen wird. „Jeder, der Schiffskredite in signifikanter Größenordnung hat, macht sich Gedanken über Verkäufe, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Die Deutsche Bank sei da keine Ausnahme.

Die Frankfurter stehen wegen der Schiffskrise nicht so stark im öffentlichen Fokus wie die HSH Nordbank oder die NordLB. Das Geldhaus hat Insidern zufolge aber Schiffskredite mit einem Volumen von rund fünf Milliarden Euro in den Büchern. Deutschlands größtes Geldhaus wollte sich zu einem möglichen Verkauf von Schiffskrediten nicht äußern.

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