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23.01.2005

16:17 Uhr

Deutsche Bank hält mittlerweile acht Prozent an LSE

Deutscher Börse geht die Geduld aus

Die Deutsche Börse will sich in den seit Mitte Dezember andauernden Übernahmegesprächen offenbar nicht mehr allzu lange von der London Stock Exchange hinhalten lassen und schließt Zeitungsberichten zufolge nun auch ein feindliches Übernahmeangebot nicht mehr aus.

Werner Seifert will beim Thema LSE endlich weiterkommen. Foto: dpa

Werner Seifert will beim Thema LSE endlich weiterkommen. Foto: dpa

HB FRANKFURT/LONDON. Eine formale Offerte der Deutschen Börse für di LSE steht offenbar in nächster Zeit bevor. Experten halten die Zeit schon länger dafür.

„Die Zeit für die LSE läuft aus“, zitierte die britische Zeitung „The Observer“ am Sonntag Kreise aus dem Umfeld des Frankfurt Marktbetreibers. „Wir versuchen eine Empfehlung vom Londoner Board zu bekommen. Aber wenn wir es nicht schaffen, werden wir uns mit unserem Anliegen direkt an die Aktionäre wenden.“ Die Zeitung berichtet weiter, Börsenchef Werner Seifert wolle nicht mehr länger als zehn Tage auf eine Zustimmung der LSE zu warten und nennt einen möglichen Preis von 600 Pence je LSE-Aktie. Die Börse kommentierte den Bericht nicht.

Im Dezember hatte die Deutsche Börse 530 Pence oder knapp zwei Mrd. € als Preisvorstellung genannt. Durch das Auftauchen eines zweiten Interessenten, der Vierländerbörse Euronext, liegt der momentane Kurs der LSE mit 577 Pence bereits neun Prozent darüber. Unterdessen werden die kritischen Stimmen in Frankfurt immer lauter, die eine Schädigung des Standortes befürchten, wenn nach einer Fusion möglicherweise Vorstandspositionen nach London verlegt werden. In der britischen Hauptstadt machen sich Lobbyverbände für eine solche Lösung stark.

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