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22.05.2012

15:30 Uhr

Deutsche Bank-Hauptversammlung

Angst vor dem Durchmarsch der Investmentbanker

VonTino Andresen

Anshu Jain gelangte durch den Erfolg des von ihm verantworteten Investment-Bankings an die Spitze der Deutschen Bank. Das löst Ängste aus, die Rückbesinnung auf das Privatkundengeschäft könnte infrage gestellt werden.

Der Investmentbanker Anshu Jain wird Chef der Deutschen Bank. dapd

Der Investmentbanker Anshu Jain wird Chef der Deutschen Bank.

DüsseldorfDurch die weltweite Finanzkrise sind die Verantwortlichen der Deutschen Bank um Konzernchef Josef Ackermann zu der Einsicht gekommen, dass ihnen ohne Kleinsparer das Geld ausgehen könnte. Deshalb kauften sie mehr als 90 Prozent der Postbank für insgesamt rund 5,6 Milliarden Euro und erhielten dadurch den Zugang zu 14 Millionen Kunden und Spareinlagen über 120 Milliarden Euro.

Ackermanns erklärtes Ziel war es, dem vergleichsweise stabilen Geschäft mit Privat- und Geschäftskunden mehr Gewicht zu verleihen und so die Schwankungen im Investment-Banking besser auszugleichen. Und dafür hat er einiges getan.

Vor allem der Zukauf der Postbank hat Privatkundenvorstand Rainer Neske eine stärkere Stellung denn je innerhalb des Konzerns eingebracht. Er verfügt über eine Hausmacht auf der zweiten und dritten Ebene, zahlreiche regionale Manager mit echtem Kundengeschäft stärken ihm den Rücken.

Doch in den obersten Führungsgremien des Geldhauses sieht er sich künftig einer Armada von Investmentbankern gegenüber und von den Veränderungen erfuhr er aus der Zeitung. Durch den Wechsel des ehemaligen Spartenchefs Anshu Jain an die Konzernspitze fürchten Kritiker jetzt einem „Durchmarsch der Investmentbanker“.

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Auch die neuen Co-Chefs Jain und Jürgen Fitschen werden nach Einschätzung von Bankkennern aber an der Strategie festhalten, dem Investment-Banking ein starkes Privatkundengeschäft gegenüberzustellen. Größere Zukäufe seien jedoch nicht mehr zu erwarten: In Deutschland ist die Konsolidierung weitgehend abgeschlossen, in Europa – wo die Deutsche Bank im Privatkundengeschäft wie in den Schwellenländern schwach oder nicht präsent ist – scheint jetzt die falsche Zeit für Akquisitionen.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

22.05.2012, 18:07 Uhr

DBK


Platz 1) FX-Trading

Platz 2) Fixed-Income und Global Equity-Trading

Platz 4) Mergers & Acquisitions Overall global number 2 in deal making.


Anshu you`ve made it. Superstar und Moneymaker. Deine Jünger huldigen dir, Godfather of Investmentbanking !

Account gelöscht!

22.05.2012, 18:31 Uhr

Gerade gestern lief ja in der ARD eine Dokumentation über die weltweiten teilweisen kriminellen Machenschaften der Deutschen Bank im Investmentgeschäft und dieser Anshu Jain ist wohl dafür verantwortlich. Ein tolles Aushängeschild für eine seriöse Bank.

Blinse

22.05.2012, 18:51 Uhr

(...) Ich glaub, du bist der einzige Jünger hier. Durchatmen, du "Griechenlandgewinner."

+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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