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23.05.2013

12:30 Uhr

Deutsche-Bank-Hauptversammlung

Jain hält komplette Rede auf Deutsch

Es wird zur Routine: Nach einer außerordentlichen Hauptversammlung hat das zweite Aktionärstreffen der Deutschen Bank begonnen. Co-Chef Anshu Jain spricht Deutsch, Demonstranten stören die Veranstaltung.

Demonstranten stören Rede von Anshu Jain

Video: Demonstranten stören Rede von Anshu Jain

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FrankfurtDie Deutsche-Bank-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen werben bei den Aktionären um Geduld für ihren angestrebten Kulturwandel. „Wir wissen, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben. Einen Weg, der Zeit braucht“, sagte Jain am Donnerstag auf der Hauptversammlung in der Frankfurter Festhalle. Dabei hielt der gebürtige Inder erstmals seine komplette, etwa 15-minütige Rede auf Deutsch - was die Aktionäre mehrfach mit Applaus bedachten. Zwischenzeitlich wurde die Rede allerdings durch Zwischenrufe von Aktivisten unterbrochen.

Auch Co-Chef Jürgen Fitschen warnte vor zu hohen Erwartungen an das neue Führungsduo bei der Neuausrichtung von Deutschlands größtem Geldhaus: „Ein umfassender Kulturwandel, wie wir ihn anstreben, kann nicht einfach von oben verordnet werden. Man kann nicht einfach den Hebel umlegen.“

Jain und Fitschen hatten im vergangenen Juni das Ruder vom langjährigen Konzernchef Josef Ackermann übernommen. Seither haben sie der Deutschen Bank nicht nur einen radikalen Konzernumbau inklusive Sparprogramm verordnet. Sie wollen auch dafür sorgen, dass windige Geschäfte der Vergangenheit angehören und gerade die Investmentbanker durch millionenschwere Boni keine falschen Anreize mehr für Zockergeschäfte haben.

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Denn die Liste von Rechtsstreitigkeiten ist lang, die meisten davon rühren aus der Zeit vor der Finanzkrise und gehen auf das einst von Jain geführte Kapitalmarktgeschäft zurück. Die Bank hat für diverse Klagen und Prozesse inzwischen 2,4 Milliarden Euro zurückgestellt - Geld, das an anderer Stelle fehlt.

Die neue Bankführung hält sich allerdings zugute, sie habe schon einiges erreicht. So wurde ein neues Vergütungsmodell für Vorstände entwickelt, deren Erfolg auch an Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit gemessen werden soll. Außerdem gibt es neuerdings einen Gehaltsdeckel für die Chefs und andere Top-Manager. Das Modell wird auf der Hauptversammlung zur Abstimmung gestellt. Große Anteilseigner haben bereits Zustimmung signalisiert: „Insgesamt erscheinen die Zielgrößen im neuen Vergütungssystem deutlich ausgereifter und umfassender“, erklärte etwa Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Union Investment. „Auch die explizite Nennung von Gehaltsobergrenzen begrüßen wir. Bei der Transparenz hapert es dagegen noch, sie erscheint uns verbesserungswürdig.“

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23.05.2013, 12:04 Uhr

Nach einer außerordentlichen Hauptversammlung läuft das zweite Aktionärstreffen der Deutschen Bank begonnen.

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