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06.12.2016

01:24 Uhr

Deutsche Bank

John Cryan rechnet mit unruhigen Zeiten

Der Vorstandschef der Deutschen Bank, John Cryan, hat ein Brief an die rund 100.000 Mitarbeiter des Instituts geschrieben. Er sieht den Ausgang des italienischen Referendums als Vorbote für Turbulenzen.

Der Vorstandschef der Deutschen Bank blickt sorgenvoll in die Zukunft der Bank. AP

John Cryan

Der Vorstandschef der Deutschen Bank blickt sorgenvoll in die Zukunft der Bank.

FrankfurtDie Deutsche Bank stellt sich nach der Niederlage von Ministerpräsident Matteo Renzi beim italienischen Verfassungsreferendum auf Gegenwind ein. Die Zeiten blieben unruhig und der Branche schlage „von außen unverändert eine kalte Brise entgegen“, schrieb Vorstandschef John Cryan am Montag in einem Brief an die rund 100.000 Mitarbeiter des Instituts. „Das Ergebnis des Referendums in Italien ist ein Vorbote für Turbulenzen, die gerade in Europa aus der Politik in die Wirtschaft getragen werden könnten.“

Auf die Gespräche mit dem US-Justizministerium über einen Vergleich im milliardenschweren Hypothekenstreit ging Cryan nur kurz ein. Die Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen, erklärte er. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich hier keine Details nennen kann.“ Die Bank und europäische Aufsichtsbehörden hoffen, dass ein Vergleich noch bis Weihnachten eingetütet werden kann. Das US-Justizministerium hat von Deutschlands größtem Geldhaus eine Strafe von 14 Milliarden Dollar gefordert. Die Frankfurter wollen die Summe in Verhandlungen aber noch deutlich drücken.

Beim Ausmisten macht die Deutsche Bank laut Cryan Fortschritte. Im Handel (Global Markets) habe sich das Geldhaus von 3400 Kunden getrennt, auf die es wegen zu geringer Erträge keinen Wert mehr legt. „Es ist Teil unserer Strategie 2020, uns zu fokussieren und so weniger komplex zu machen“, schrieb Cryan. „Deshalb möchten wir uns auf die Kunden konzentrieren, die unseren Service besonders nutzen und schätzen.“

Von

dpa

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