Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.11.2016

20:30 Uhr

Deutsche Bank

Polen-Geschäft soll angeblich verkauft werden

Die Deutsche Bank will Insidern zufolge ihre Tochter in Polen verkaufen, um die Kapitaldecke zu stärken. Der polnischen Regierung würde dies durchaus entgegenkommen. Es dürfte aber schwer fallen, einen Käufer zu finden.

Das Institut versucht derzeit, mit dem Rückzug aus einzelnen Märkten im Ausland seine komplexe Struktur zu vereinfachen. dpa

Deutsche Bank

Das Institut versucht derzeit, mit dem Rückzug aus einzelnen Märkten im Ausland seine komplexe Struktur zu vereinfachen.

WarschauDie Deutsche Bank sucht Insidern zufolge einen Käufer für ihre Tochter in Polen. Die Deutsche Bank Polska stehe zum Verkauf, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Institut ist gemessen an der Bilanzsumme von umgerechnet 8,8 Milliarden Euro die elftgrößte Bank in Polen. Sie hat Vermögenswerte im Volumen von umgerechnet 8,8 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Das Institut versucht derzeit, mit dem Rückzug aus einzelnen Märkten im Ausland seine komplexe Struktur zu vereinfachen und die Kapitaldecke zu stärken.

Der polnischen Regierung dürfte ein Ausstieg zupass kommen. Sie versucht, den von ausländischen Instituten dominierten Bankensektor wieder verstärkt in polnische Hände zu überführen. Banken wie die österreichische Raiffeisen Bank und die italienische HVB-Mutter UniCredit versuchen derzeit, ihr Polen-Geschäft abzustoßen. Hier könnten staatlich dominierte Institute zum Zug kommen.

Deutsche Bank zahlt keine Dividende: Arme Aktionäre

Deutsche Bank zahlt keine Dividende

Premium Arme Aktionäre

Die Manager der Deutschen Bank müssen, was Boni angeht, den Gürtel enger schnallen. Doch ganz leer ausgehen werden sie nicht – anders als die Aktionäre. Die müssen im kommenden Jahr erneut auf ihre Dividende verzichten.

Den Insidern zufolge dürfte es der Deutschen Bank aber schwer fallen, einen Käufer zu finden. Rund ein Drittel der Bilanz – 12,6 Milliarden Zloty (2,9 Milliarden Euro) – entfallen auf Fremdwährungsdarlehen, überwiegend auf Schweizer Franken und Euro lautende Hypothekenkredite. Diese stehen in der Kritik, weil die Belastungen der Kreditnehmer angesichts des Verfalls des polnischen Zloty wachsen. Es sei unwahrscheinlich, dass die polnischen Regulierungsbehörden dem Verkauf der Franken-Kredite zustimmen würden, sagten die Insider. „Und dann bleibt nicht viel übrig“, sagte ein Banker.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×