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13.06.2011

12:56 Uhr

Deutsche Bank

Rückschläge im Asiengeschäft

Die Geschäfte der Deutschen Bank in Asien sind schwierig. Erst wurde das Institut in Südkorea vom Derivatehandel ausgeschlossen, nun verliert man in Südkorea wichtige Händler - und auch die Zentralbank macht Probleme.

Die Deutsche Bank kämpft mit Problemen in Asien - doch äußern möchte sie sich dazu nicht. Quelle: dapd

Die Deutsche Bank kämpft mit Problemen in Asien - doch äußern möchte sie sich dazu nicht.

Seoul Die Deutsche Bank muss neue Rückschläge im Asiengeschäft einstecken: In Südkorea verliert das Institut auf einen Schlag zehn Wertpapierhändler an den Rivalen Barclays, wie mit dem Vorgang vertraute Personen am Montag sagten. Außerdem wurde Deutschlands größtes Geldhaus offiziellen Angaben zufolge von Repo-Geschäften mit der thailändischen Zentralbank wegen Regelverstößen ausgeschlossen.

In Südkorea hat die Deutsche Bank bereits Probleme. Dort ist sie von April bis September vom Derivategeschäft ausgeschlossen, weil der Tochter Deutsche Securities Korea (DSK) unfaire Handelspraktiken vorgeworfen werden. Kreisen zufolge wechseln zehn DSK-Mitarbeiter zum Barclays-Ableger in Südkorea, darunter der Aktienhandels-Chef John Chang. In die von den Ermittlungen betroffenen Derivategeschäfte seien sie nicht involviert gewesen. Nach Angaben eines Deutsche-Bank-Sprechers beschäftigt DSK mehr als 100 Mitarbeiter. Die Geschäfte der Tochtergesellschaft liefen völlig normal, sagte er. Die Aktivitäten in Korea sollten nach wie vor weiterentwickelt werden. Von Barclays war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Ferner gab die Deutsche Bank bekannt, an bilateralen Repo-Geschäften der Bank von Thailand nicht mehr teilzunehmen. Ein Vertreter der Zentralbank bestätigte zugleich einen Medienbericht, wonach dem Geldhaus Regelverstöße vorgeworfen werden. Einige Vorgaben seien nicht erfüllt worden, sagte er.

Von

rtr

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