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10.11.2015

15:29 Uhr

Deutsche Bank

Rumoren im Investmentbanking

Nachdem Deutsche-Bank-Co-Chef John Cryan den Vorstand neu geordnet hat, legen die Manager jetzt los. Sie suchen sich ihrerseits wieder Kräfte für ihre Teams. Vor allem in Investmentbanking ist einiges in Bewegung.

Viel Bewegung gibt es derzeit in den Führungszirkeln der Deutschen Bank. Reuters

Schild vor der Deutsche-Bank-Zentrale

Viel Bewegung gibt es derzeit in den Führungszirkeln der Deutschen Bank.

FrankfurtDie Deutsche Bank steht nach den grundsätzlichen strategischen Weichenstellungen vor weiteren personellen Veränderungen. In der Investmentbank, die in zwei Teile zerlegt wird, dürften in Kürze neue Führungszirkel („Executive Committee“) installiert werden, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das könnte schon in dieser Woche passieren, betonten zwei der Insider. Deutschlands größtes Geldhaus wollte sich zu den Informationen am Dienstag nicht äußern.

Der neue Bankchef John Cryan hatte im Oktober im Rahmen der „Strategie 2020“ eine radikale Schrumpfkur angekündigt. Allein im Konzern fallen netto 9000 Stellen weg, knapp die Hälfte davon in Deutschland. Das Privatkundengeschäft wird deutlich zurückgebaut, unter anderem durch die Trennung von der Postbank. Aber auch das lange Zeit geschonte Investmentbanking soll abgespeckt werden, um die Kapitaldecke zu schonen.

Cryan will eine stärkere Fokussierung auf weniger Kunden, deshalb spaltet er das bisherige Kerngeschäft auf und setzt neue Manager ein: Eine Einheit kümmert sich unter Führung von Jeff Urwin um Unternehmens- und Handelsfinanzierungen sowie das klassische Beratungsgeschäft. In einem zweiten Bereich ist der Handel gebündelt, der künftig von Garth Ritchie geleitet wird.

Der Brite Urwin kam im Februar vom US-Rivalen JP Morgan. „Er mischt den Laden auf“, sagte einer der Insider. „Es wird erwartet, dass er seinen Führungszirkel ziemlich schnell zusammenstellt.“ Als eine der wichtigsten Positionen gilt hier die des weltweiten Chefberaters für Fusionen & Übernahmen (M&A). Der Stuhl ist vakant, seit Henrik Aslaksen die Bank im Juni verlassen hat. Finanzkreisen zufolge wurde eine externe Firma mit der Suche nach einem Nachfolger beauftragt.

Von

rtr

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