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20.09.2016

11:30 Uhr

Deutsche Bank

Staatsanwaltschaft entscheidet über Revision im Fall Kirch

Im Frühjahr wurden fünf Top-Manager der Deutschen Bank vom Betrugsvorwurf im Fall Kirch freigesprochen. In den nächsten Wochen will die Staatsanwaltschaft München entscheiden, ob sie ihre Revision fortführt.

Die Staatsanwaltschaft war von der Schuld des damaligen Co-Chefs der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, und weiteren Top-Bankern überzeugt. dpa

Jürgen Fitschen

Die Staatsanwaltschaft war von der Schuld des damaligen Co-Chefs der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, und weiteren Top-Bankern überzeugt.

MünchenDie Staatsanwaltschaft München wird demnächst entscheiden, ob es bei der Revision gegen die Freisprüche für fünf ehemalige Top-Manager der Deutschen Bank bleibt. Am vergangenen Mittwoch sei die schriftliche Urteilsbegründung des Landgerichts München I zu dem Prozess eingegangen, sagte eine Sprecherin der Behörde der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Am Donnerstag lief damit die vierwöchige Frist an, innerhalb derer die Staatsanwaltschaft entscheiden muss, ob sie ihre Revision weiter verfolgen oder zurücknehmen wird.

Der damalige Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, seine Vorgänger Josef Ackermann und Rolf Breuer sowie zwei weitere Ex-Banker waren im April nach einem Jahr Verhandlungsdauer vom Vorwurf des versuchten Betrugs im Fall Kirch freigesprochen worden.

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Die Staatsanwaltschaft hatte die Manager bis zum Schluss für schuldig gehalten und zum Teil sogar Gefängnisstrafen beantragt. Sie war davon überzeugt, dass die Männer sich abgesprochen haben, um vor fünf Jahren vor dem Oberlandesgericht München falsch auszusagen. Damit wollten sie aus Sicht der Ankläger die Deutsche Bank vor Schadenersatz-Zahlungen für die Pleite des Medienkonzerns Kirch bewahren. Alle fünf hatten dies zurückgewiesen.

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dpa

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