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14.08.2016

14:56 Uhr

Deutsche Bank

Streit um Neubesetzung im Aufsichtsrat

Die Berufung eines Aufsichtsratsposten bei der Deutschen Bank sorgt einem Bericht zufolge für Streit. Aktionäre werfen einem Vertrauter der katarischen Herrscherfamilie Al-Thani unkorrektes Verhalten als Berater vor.

Ärger um die Neubesetzung eines Aufsichtsratspostens. dpa

Deutsche Bank

Ärger um die Neubesetzung eines Aufsichtsratspostens.

BerlinDie Besetzung eines vakanten Aufsichtsratspostens bei der Deutschen Bank sorgt für Streit. Wie die „Bild am Sonntag“ berichtet, wollen kritische Aktionäre die Berufung des Bonner Anwalts Stefan Simon in das Gremium verhindern. In entsprechenden Schriftsätzen für das als Registergericht zuständige Amtsgericht Frankfurt werde Simon unkorrektes Verhalten als Berater des inzwischen insolventen Windparkbauers Windreich zur Last gelegt. Windreich-Gründer Willi Balz werfe ihm Parteiverrat und versuchte Selbstbereicherung vor.

Simon selbst wies die Vorwürfe zurück. Sie seien „falsch und entbehren jeder Grundlage“, zitiert die Zeitung den Anwalt, der als Vertrauter der katarischen Herrscherfamilie Al-Thani gilt, die fast zehn Prozent der Anteile der Deutschen Bank hält. Die Bank habe zudem in einer Stellungnahme für das Registergericht darauf verwiesen, dass gegen Simon keine Ermittlungen eingeleitet worden seien. Eine Entscheidung des Amtsgerichts sei in den nächsten Tagen nicht zu erwarten, da die zuständige Richterin derzeit im Urlaub sei, meldet „BamS“ unter Berufung auf einen Gerichtssprecher.

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Simon soll bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank im nächsten Mai von den Aktionären gewählt werden. Der Jurist soll bis dahin gerichtlich als Mitglied des Aufsichtsrats bestellt werden. Einen entsprechenden Antrag hat die Deutsche Bank beim Amtsgericht Frankfurt eingereicht. Die Bank hatte betont, Simon sei auf Anregung der katarischen Investoren vorgeschlagen worden.

Simon ist Partner der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg in Bonn. Er gilt als Experte für Gesellschaftsrecht und Fragen der guten Unternehmensführung sowie der Vergütung. An seiner fachlichen Eignung gebe es keine Zweifel, hieß es im Konzern.

Windreich war 2013 mit hohen Schulden in die Insolvenz gerutscht. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Verdachts auf Bilanzmanipulation und Insolvenzverschleppung gegen Firmengründer Willi Balz aufgenommen.

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