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28.03.2012

12:03 Uhr

Deutsche Bank-Tochter

Norisbank-Filialen gehen in der Postbank auf

Die Filialen der Norisbank verschwinden aus dem Straßenbild: Kunden, Mitarbeiter und Filialeiter können zur Postbank wechseln. Die Marke Norisbank bleibt noch als Online-Bank erhalten.

Die Deutsche Bank gibt die Filialen der Norisbank auf. dpa

Die Deutsche Bank gibt die Filialen der Norisbank auf.

FrankfurtDie Deutsche Bank gibt die Filialen der Norisbank auf. Die 300.000 Filialkunden, die 400 Mitarbeiter und Filialleiter erhielten das Angebot, zur Postbank zu wechseln, sagte der designierte Postbank-Vorstandschef Frank Strauß am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Der Schritt war nach der Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank erwartet worden. Als Online-Bank soll die Norisbank erhalten bleiben, wie ein Sprecher sagte.

Im vergangenen Jahr litt die Deutsche Postbank massiv unter den Abschreibungen auf ihre griechischen Staatsanleihen. Allein um 632 Millionen Euro mussten die Papiere auf 27 Prozent ihres Nennwertes wertberichtigt werden. Das Restrisiko nach dem Tausch in neue griechische Staatsanleihen liege nun aber nur noch bei 51 Millionen Euro, sagte Finanzchef Marc Heß. Die Staatsanleihen und 142 Millionen Euro an Rückstellungen für den Personalabbau ließen den Gewinn 2011 auf 111 (2010: 138) Millionen Euro zusammenschmelzen.

Die Postbank hat in den vergangenen zwei Jahren rund 2000 von mehr als 21.000 Arbeitsplätzen abgebaut, nach eigenen Angaben sozialverträglich. Für das laufende und das nächste Jahr sagte der scheidende Vorstandschef Stefan Jütte wieder „deutlich positive“ Ergebnisse voraus. Das Jahr 2012 werde aber noch durch das „heraufordernde Zinsumfeld“ beeinträchtigt.

Der Abbau von Bilanzrisiken habe die Kernkapitalquote im vergangenen Jahr auf 10,8 (8,1) Prozent nach oben schnellen lassen. Die für 2012 angepeilten 9,5 Prozent seien damit vorzeitig übertroffen worden.

Von

rtr

Kommentare (8)

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Ex-PB-Kunde

28.03.2012, 13:17 Uhr

Die können es nicht. So hat man sich schon 2008 gewaltig verzockt. Das zahlen die Mitarbeiter durch Personalabbau und vor allem der Steuerzahler. Nieten in Nadelstreifen!
Die Norismitarbeiter, die zur PB wechseln wollen, müssen sich auf eine katastrophale Unternehmenskultur gepaart mit Unfähigkeit der Führungskräfte sowie einem erschreckend niedrigen fachlichen Niveau der Postbank-Beamten einstellen.

banker83

28.03.2012, 14:48 Uhr

Antwort auf vorherigen Kommentar:
Woher wollen Sie die interne Kultur in der Postbank kennen? Kennen Sie Führungskräfte der Postbank? Nicht ohne Grund hat die Deutsche Bank einiges an Geld für die Postbank gezahlt, die übrigens NICHT durch den Steuerzahler gerettet werden musste im Gegensatz zur Commerzbank. Der Personalabbau der Postbank hat weiter nichts mit den Geschäften im Jahr 2008 und 2009 zu tun, sondern hängt mit der veränderten Ausrichtung der Bank aufgrund der Übernahme durch die Deutsche Bank zusammen.
Bevor man also einen so unqualifizierten und unverschämten Beitrag von sich gibt, sollte man sich besser über ein Unternehmen informieren.
Vielen Dank.

Insider

29.03.2012, 14:42 Uhr

Dessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing! Mir wird angesichts Ihrer Lobhudelei speiübel.Der Ex-PB-Kunde hat aber nur zum Teil recht: es ist noch viel schlimmer! In kurzen Abständen werden vor allem das BHW und die Postbank von den Medien wie WiWo, NDR-Info, Hamburger Abendblatt und zuletzt von Frontal 21 und WiSo zu recht scharf kritisiert. Gerade beim BHW tummeln sich Kriminelle aber auch vereinzelt bei der auf 50 % der Kopfzahl geschrumpften PB Vermögensberatung. Hier sind z. b. im Raum Braunschweig diverse Kunden, häufig Rentner, in einen Immobilienfonds Südafrika gelockt worden (Provision bis 18 %). Das Geld ist weg, man trifft sich vor Gericht. Wie üblich, ist sich die PB keiner Schuld bewusst. Im Raum Hannover agiert ein ehemaliger Vermögensberater nun im Filialbetrieb, gegen den bereits Verfahren wg. eklatanter Falschberatung im Bereich geschlossener Beteiligungen liefen. Der hat es geschafft, bei einigen Kunden nahezu die gesamte verfügbare Liquidität in geschlossenen Beteiligungen (meist Schiffe)anzulegen. "Bei Bedarf können die Kunden ja Anteile über den Zweitmarkt veräußern..." Jeden Nachmittag holt in Bonn ein großer gelber LKW mit Anhänger die vom sog. Qualitätsmanagement verfassten Antworten auf die Kundenbeschwerden ab. Wer schon einmal ein solches aus Textbausteinen bestehendes Plattitüdenkonvulat gelesen hat, der bekommt die kalte Wut. Grundtenor der Postbank: wir haben alles richtig gemacht (Du blöder Kunde). Den Datenskandal in 2009 haben Sie wohl auch schon ausgeblendet. Die PB hat erst mal alles bestritten, dann auf allerdings massenhaft auftretende) Einzelfälle verwiesen und zum Schluss, als es nichts mehr zu dementieren gab, die im Banken- oder Finanzvertriebvergleich mehr als antiquierte Kundenverwaltungssoftware einfach abgeschaltet. Leider ist die Gesetzgebung in diesem Land viel zu lasch, um diesen zum Teil kriminell agierenden Verkäufern das Handwerk zu legen und lebenslange Berufsverbote zu verhängen.

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