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05.06.2012

13:39 Uhr

Deutsche Bank-Tochter

Postbank peilt deutliche Gewinne an

Sparmaßnahmen und Konzernintegration sind anscheinend geglückt: Die vormals angeschlagene Postbank ist auf Gewinn-Kurs. Anfang Juli erfolgt an der Spitze der Bank der Stabwechsel - Frank Strauß wird neuer Postbank-Chef.

Eingang einer Postbank-Filiale. dpa

Eingang einer Postbank-Filiale.

Frankfurt/MainDie Postbank will die Probleme der vergangenen Jahre endgültig hinter sich lassen und peilt wieder deutliche Gewinne an. Nachdem die Integration in den Deutsche-Bank-Konzern und das Sparprogramm abgeschlossen seien, könne das Geschäft mit Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden wieder stärker in den Vordergrund rücken. Dies sei die Grundlage des Erfolges, sagte der scheidende Vorstandsvorsitzende Stefan Jütte bei der Hauptversammlung der Bank in Frankfurt am Main. „Aus diesem Geschäft kommen die soliden Ertragsströme, die wir für ein gutes Ergebnis brauchen.“ Die Bank will dabei zudem weiter stark auf die Kosten achten und die Ausgaben dort noch weiter senken, wo es durch die Einbindung in den Verbund der größten deutschen Bank möglich ist.

Die Postbank rechnet daher damit, dass sie in diesem und den kommenden Jahren wieder deutlich positive Ergebnisse erwirtschaften wird. Im vergangenen Jahr hatte das Institut operativ zwar deutlich mehr verdient - unter dem Strich drückten aber Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen und der Abbau von hoch spekulativen Wertpapieren auf das Ergebnis.

Die Postbank hatte sich vor der Übernahme durch die Deutsche Bank an den Kapitalmärkten verzockt und war deswegen 2008 tief in die roten Zahlen gerutscht. Auch im ersten Quartal belasteten Finanzgeschäfte das Ergebnis. Zudem kämpft die Bank mit dem für sie ungünstigen Umfeld von niedrigen Zinsen. Die Postbank gehört inzwischen fast komplett zur Deutschen Bank - es sind nur noch wenige Aktien im Streubesitz.

Zudem sollte bei der Hauptversammlung der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen dem Frankfurter und dem Bonner Institut genehmigt werden. Am 1. Juli steht dann der frühere Deutsche-Bank-Manager Frank Strauß an der Spitze der Postbank. Der jetzige Amtsinhaber Jütte zeigte sich bei der Hauptversammlung überzeugt, „dass Frank Strauß der Richtige ist, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern und die Postbank im Konzern der Deutschen Bank in eine positive Zukunft zu führen“.

Von

dpa

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