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16.02.2012

09:04 Uhr

Deutsche Bank und Co.

Moody's stellt halbe Bankenwelt unter Beobachtung

Die Rating-Agentur Moody's nimmt Anlauf zum Rundumschlag in der Bankenwelt. Sie droht, die Kreditwürdigkeit von über 100 Geldinstituten, darunter 17 Großbanken, herabzustufen. Auch im Visier: etliche deutsche Institute.

Das Moody's-Logo in New York. Reuters

Das Moody's-Logo in New York.

New YorkDie Ratingagentur Moody's erwägt die Herabstufung der Bonitätsnote von 17 internationalen Großbanken, darunter auch der Deutschen Bank. Als Grund führte Moody's am Donnerstag erschwerte Finanzierungsbedingungen, eine stärkere Regulierung und ein generell schwierigeres Marktumfeld an.

Dabei handelt es sich vor allem um europäische Spieler wie die Deutsche Bank, die britische HSBC oder die Schweizer UBS. Aber auch mehrere bedeutende Wall-Street-Häuser sind unter den Kandidaten für eine mögliche Herabstufung des Ratings, darunter US-Branchenprimus JPMorgan Chase sowie die Schwergewichte Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley.

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In Europa stehen insgesamt neun Großbanken unter der besonderen Beobachtung der Analysten, darunter auch Barclays, die Royal Bank of Scotland, BNP Paribas, Credit Agricole und Société Générale.

Für die Deutsche Bank könnte die Überprüfung der Bonitätsnote am Ende zu einer Herabstufung um zwei Noten führen, teilte Moody's weiter mit. In einer weiteren Erklärung hieß es, man erwäge eine Herabstufung der Kreditwürdigkeitsnote für 114 Banken und Finanzhäuser in 16 europäischen Ländern. Als Grund führte die Ratingagentur hier die Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise und die sich verschlechternde Bonität der Regierungen in Europa an.

Neben der Deutschen Bank samt der Postbank hat Moody's die Commerzbank im Auge, die DekaBank, die genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ und WGZ, die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die Landesbank Hessen-Thüringen sowie die Norddeutsche Landesbank. Hinzu kommen deutsche Tochtergesellschaften ausländischer Großbanken.

Die Sorgen um die Ratingsenkungen belasten den Euro: Er baut am Donnerstagmorgen die Vortagsverluste gegenüber dem Dollar weiter aus und rutscht bis auf ein Drei-Wochen-Tief. Der Dollar legte gegenüber den meisten Währungen zu, nachdem die Moody’s-Warnung die Runde machte.

Kommentare (9)

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16.02.2012, 09:31 Uhr

Moodys Pudding schmeckt wie.... :D Sorry, aber wen interessiert es noch wer da wen wie einstuft? Die sitzen in einem Land, welches Papierscheine druckt, dessen aufgedreckter wert nicht mal das PApier mehr wert sind...also alles halb so wild....

holyowly

16.02.2012, 09:48 Uhr

"Moody's stellt halbe Bankenwelt unter Beobachtung"

Ich würde sagen: Es ist Zeit, Moody's unter Beobachtung zu stellen!

Account gelöscht!

16.02.2012, 09:50 Uhr

"Als Grund führte Moody's am Donnerstag erschwerte Finanzierungsbedingungen, eine stärkere Regulierung und ein generell schwierigeres Marktumfeld an."

Mit anderen Worten: Moodys braucht gar keinen Grund, einfach nur so genügt.

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