Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.07.2017

10:53 Uhr

Deutsche Bank

US-Gericht gibt grünes Licht für Sammelklage

Ein New Yorker Bezirksgericht hat dem Antrag stattgegeben, mehrere Geldhäuser auf Schadenersatz zu verklagen – darunter die Deutsche Bank. Die Banken sollen einen Boykott von drei elektronischen Plattformen verabredet haben.

Nach Ansicht des Gerichts haben zwei Pensionsfonds und die Stadt Baltimore als führende Kläger ausreichend konkrete Informationen zu ihren Vorwürfen vorgelegt. dpa

Deutsche Bank

Nach Ansicht des Gerichts haben zwei Pensionsfonds und die Stadt Baltimore als führende Kläger ausreichend konkrete Informationen zu ihren Vorwürfen vorgelegt.

New YorkEin US-Gericht hat grünes Licht für eine Sammelklage gegen die Deutsche Bank wegen des Vorwurfs von Wettbewerbsverstößen am Zinsswap-Markt gegeben. Ein New Yorker Bezirksgericht gab am Freitag dem Antrag von Anlegern statt, das Frankfurter Institut, Credit Suisse und UBS aus der Schweiz sowie acht weitere Geldhäuser auf Schadenersatz zu verklagen. Konkret geht es um den Vorwurf, dass die Banken einen Boykott von drei neuen Plattformen für den elektronischen Zinsswap-Handel verabredet haben sollen. Mit ihrer gemeinsamen Weigerung, von 2013 bis 2016 mit den Firmen Geschäfte zu machen, sollen sie auf deren Ruin gezielt haben - um ihren eigenen Marktanteil zu sichern und höhere Gewinn zu erzielen.

Nach Ansicht des Gerichts haben zwei Pensionsfonds und die Stadt Baltimore als führende Kläger ausreichend konkrete Informationen zu ihren Vorwürfen vorgelegt. Die Sammelklage richtet sich auch gegen Bank of America, JPMorgan Chase, Barclays, BNP Paribas, Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stanley und Royal Bank of Scotland. Nur die Klage gegen HSBC wies das Gericht zurück. Unter anderem die Deutsche Bank und Credit Suisse lehnten eine Stellungnahme ab, während UBS und andere Institute zunächst nicht zu erreichen waren.

Deutsche Bank legt Bonus-Streit bei: Schlussakt der Finanzkrise

Deutsche Bank legt Bonus-Streit bei

Premium Schlussakt der Finanzkrise

Zehn ehemalige und ein amtierender Vorstand der Deutschen Bank verzichten nach jahrelangem Streit auf mehr als 38 Millionen Euro an Boni. Damit wird ein langwieriges Kapitel in der Bankgeschichte beendet.

Gegen viele Geldhäuser gab es bereits zahlreiche Klagen sowie Ermittlungen von Aufsichtsbehörden wegen des Vorwurfs von Manipulationen verschiedener Märkte. Mit Zinsswaps können sich Kunden bei ihren Geschäften gegen bestimmte Zinsentwicklungen absichern. Auf dem Markt werden täglich Swaps im Volumen von mehreren Milliarden Dollar gehandelt.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×