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22.01.2017

16:12 Uhr

Deutsche-Bank-Vorstand

London bleibt nach Brexit Top-Finanzplatz

Auch nach dem Brexit wird London nach Einschätzung des Finanzchefs der Deutschen Bank der Top-Finanzplatz in Europa bleiben. Aber auch Berlin bietet laut Schenck gute Voraussetzungen, um ein bedeutender Ort zu werden.

Nach Einschätzung des Finanzchefs der Deutschen Bank wird die Hauptstadt Großbritanniens auch nach dem Brexit ein Top-Finanzplatz bleiben. dpa

Finanzdistrikt in London

Nach Einschätzung des Finanzchefs der Deutschen Bank wird die Hauptstadt Großbritanniens auch nach dem Brexit ein Top-Finanzplatz bleiben.

BerlinLondon wird sich nach Einschätzung von Deutsche-Bank-Finanzchef Marcus Schenck auch nach dem Brexit als europäisches Finanzzentrum behaupten können. „Es ist etwas naiv zu glauben, dass irgendeine europäische Stadt London als Finanzplatz ablösen könnte“, sagte Schenck der „Welt am Sonntag“ laut Vorabbericht. „Die City ist ein über 30 Jahre gewachsener Mikrokosmos, den man nicht einfach nachbilden kann.“

Die Entscheidung der Briten, der Europäischen Union den Rücken zu kehren, hat in der Bankenbranche für Unruhe gesorgt. Dort wird erwartet, dass andere Finanzstandorte durch den EU-Ausstieg Großbritanniens gestärkt werden.

Die größten Banken Europas (nach Börsenwert)

Platz 22

Deutsche Bank

Deutschland

23,8 Milliarden Euro

Quelle: Bloomberg / Stand: 13.12.2016

Platz 10

BBVA

Spanien

41,8 Milliarden Euro

Platz 9

Nordea Bank

Dänemark

42,6 Milliarden Euro

Platz 8

Barclays

Großbritannien

46,1 Milliarden Euro

Platz 7

Lloyds Bank

Großbritannien

52,3 Milliarden Euro

Platz 6

ING

Niederlande

52,9 Milliarden Euro

Platz 5

Sberbank

Russland

58,3 Milliarden Euro

Platz 4

UBS

Schweiz

60,2 Milliarden Euro

Platz 3

Banco Santander

Spanien

71,3 Milliarden Euro

Platz 2

BNP Paribas

Frankreich

73,8 Milliarden Euro

Platz 1

HSBC

Großbritannien

154,7 Milliarden Euro

So bereiten sich die ersten Banken nach der Festlegung von Premierministerin Theresa May auf einen „harten Brexit“ konkret auf einen Umzug auf das europäische Festland vor, weil die Institute bei einem Ausscheiden Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt keine Produkte mehr von London aus in den übrigen 27 EU-Staaten verkaufen können. Als ein großer Nutznießer gilt Frankfurt.

Schenck von der Deutschen Bank erachtet aber auch die deutsche Hauptstadt als mögliches Ziel der Branche: „Gute Voraussetzungen, ein bedeutender Finanzplatz zu werden, hat auch Berlin“, sagte der Deutsche-Bank-Manager. „Einfach weil die Stadt hochattraktiv ist für junge Talente.“

Von

rtr

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