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06.04.2016

13:15 Uhr

Deutsche Bank

Vorstandschef Cryan braucht gute Nachrichten

Deutschlands größtes Geldhaus veröffentlicht die Erträge für einzelne Sparten im Detail. Daraufhin startet die Aktie der Bank eine kleine Erleichterungsrally.

Vorstandschef John Cryan Cryan hatte die Investoren bereits auf einen schwachen Jahresstart vorbereitet. Reuters

Deutsche Bank

Vorstandschef John Cryan Cryan hatte die Investoren bereits auf einen schwachen Jahresstart vorbereitet.

Die Deutsche Bank hat erstmals seit der von Co-Konzernchef John Cryan angekündigten Neuausrichtung des Kreditinstituts die Erträge für die Sparten Asset Management und Wealth Management gesondert ausgewiesen. Im Rahmen der Neuausrichtung wurden die bis dahin in einem Geschäftsbereich zusammengefassten Sparten voneinander getrennt.

Die Erträge aus dem Asset Management stiegen 2015 gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro, wie die Bank am Mittwoch auf der Basis neuer Berechnungen mitteilte. Im Wealth Management ergab sich demnach ein Plus von 13 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Die aggregierten Ergebnisse der beiden Sparten hatte die Bank im Januar veröffentlicht. Vor dem Hintergrund schwindender Erträge will die Deutsche Bank ihren Marktanteil im Geschäft mit wohlhabenden Kunden und mit institutionellen Investoren steigern.

Das neuerdings von Quintin Price geleitete Asset Management - der, gemessen an den Erträgen, kleinste von insgesamt vier Geschäftsbereichen des Konzerns - erwirtschaftete 2015 eine auf dem durchschnittlichen, den Aktionären zurechenbaren materiellen Eigenkapital basierende Eigenkapitalrendite von 43 Prozent und ließ damit die anderen Sparten hinter sich.

Die Zahlen sorgten für eine Erleichterung bei den Investoren. Der Aktienkurs des größten Geldhauses in Deutschland stieg gegen Mittag um rund 1,5 Prozent auf 14,20 Euro führte die Gewinnerliste im Dax an.

Vorstandschef John Cryan hatte die Investoren bereits auf einen schwachen Jahresstart vorbereitet, Finanzvorstand Marcus Schenck den Ton in einem Interview mit der Börsen-Zeitung Mitte März 2016 noch einmal verschärft.

2015 hatte die Bank unter dem Strich ein Minus von 6,8 Milliarden Euro verbucht. Denn die andauernden Rechtstreitigkeiten und der erneute Konzernumbau belasten die Bilanz. Und auch in diesem Jahr ist ein Verlust nicht ausgeschlossen.

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