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08.09.2011

23:14 Uhr

Deutsche-Börse

Keine Hoffnung auf höhere Abfindungen

Wer noch Anteilsscheine an der Deutschen Börse hält, muss seine Hoffnung auf höhere Abfindungen begraben. NYSE und die Deutsche Böerse planen kein Squeeze-out. Der Zusammenschluss hängt noch an der Prüfung durch die EU.

Die Deutsche Börse und NYSE planen kein Squeeze-out der Minderheitsaktionäre. dapd

Die Deutsche Börse und NYSE planen kein Squeeze-out der Minderheitsaktionäre.

FrankfurtDie verbliebenen Aktionäre der Deutschen Börse dürfen nicht auf eine höhere Zwangsabfindung durch den fusionierten transatlantischen Börsenkonzern hoffen. Die Deutsche Börse AG und ihr US-Fusionspartner Nyse Euronext teilten am Donnerstagabend mit, ein Ausschluss der Minderheitsaktionäre sei nicht geplant.

Er wäre möglich gewesen, da die bisher unter dem Platzhalter-Namen „Alpha Beta Nederlands Holding“ firmierende neue Börsengesellschaft bereits 95,4 Prozent der Deutsche-Börse-Aktien angedient bekommen hat. Deutsche Börse und Nyse Euronext rieten den verbleibenden 4,6 Prozent Aktionären, die noch bis 4. November bestehende Gelegenheit zum Umtausch in Alpha-Beta-Papiere zu nutzen. Dann winkt ihnen auch die Sonderdividende von zwei Euro je Aktie, die die neue Gesellschaft nach einer erfolgreichen Umsetzung der Fusion in Aussicht gestellt hat.

Ob der Zusammenschluss tatsächlich zustande kommt, liegt aber an mehreren Kartell- und Regulierungsbehörden. Der Betriebsrat der Deutschen Börse hatte am Dienstag ein Gutachten vorgestellt, wonach die hessische Börsenaufsicht die Fusion nicht zulassen dürfe. Als größte Hürde gilt die Prüfung durch die EU-Kommission. Diese hatte wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken etwa im Derivate-Geschäft angekündigt, die Übernahme bis zum 13. Dezember eingehend zu prüfen.

Von

rtr

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