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26.04.2012

20:10 Uhr

Deutsche Börse

Ruhiger Handel drückt Börsengewinn

Die stabile Aufwärtsbewegung an den Börsen im ersten Quartal hat der Deutschen Börse nicht genutzt. Denn der Handel mit Aktien und Derivaten blieb vergleichsweise ruhig. Der Unternehmensgewinn fiel deutlich.

Die Zentrale der Deutschen Börse in Eschborn nahe Frankfurt. dpa

Die Zentrale der Deutschen Börse in Eschborn nahe Frankfurt.

FrankfurtSchwache Handelsumsätze an der Derivatebörse Eurex und am Kassamarkt Xetra haben der Deutschen Börse das erste Quartal verhagelt. Zusätzlich belasteten höhere Kosten die Ergebnisse. Restliche Millionenbeträge für den gescheiterten Zusammenschluss mit der NYSE Euronext flossen zusätzlich ein. Der Überschuss sank um 31 Prozent auf 146,2 Millionen Euro, wie der Marktbetreiber am Donnerstag nach Börsenschluss in Eschborn mitteilte.

Der Spartenumsatz sei im Jahresvergleich um ein Prozent auf 552,4 Millionen Euro gesunken und blieb damit nahezu stabil. Dies sei vor allem durch die vollständige Übernahme der Eurex gelungen, die erstmals voll konsolidiert wurde. Die Gesamtkosten stiegen kräftig von 271,3 Millionen Euro auf 315,4 Millionen Euro, was einer Steigerung von 16,3 Prozent entspricht. Hier flossen knapp 23 Millionen Euro Restaufwendungen für die gescheiterte Fusion mit der New Yorker Börse NYSE und für ein noch laufendes Effizienzprogramm ein.

Zudem hätten Investitionen in Wachstumsinitiativen planmäßig höher gelegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging entsprechend um knapp 18 Prozent auf 260,0 Millionen Euro zurück. Die EU-Kommission hatte die geplante Megafusion der Börsen von Frankfurt und New York platzen lassen. Grund war die Sorge vor einem Quasi-Monopolisten im besonders lukrativen Handel mit Derivaten - vereinfacht gesagt Finanzwetten - in Europa. Die Deutsche Börse hatte angekündigt, beim Europäischen Gerichtshof gegen das Brüsseler Nein zur Fusion zu klagen. Der Frankfurter Marktbetreiber hatte 2011 früheren Angaben zufolge etwa 80 Millionen Euro in das Fusionsprojekt investiert. Analysten hatten für das erste Quartal 2012 nochmals Kosten in zweistelliger Millionenhöhe erwartet.

Von

dpa

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