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30.03.2017

20:46 Uhr

Deutsche Börse und LSE

Betriebsrat kritisiert Kosten der geplatzten Fusion

Die Fusion der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange kommt nicht zustande. Der Betriebsrat bemängelt die Belastungen, die trotzdem anfallen. In einem Schreiben ist von 100 Millionen Euro die Rede.

Das ehrgeizige Fusionsvorhaben war am Mittwoch am Votum der EU-Wettbewerbshüter endgültig gescheitert. dpa

Deutsche Börse

Das ehrgeizige Fusionsvorhaben war am Mittwoch am Votum der EU-Wettbewerbshüter endgültig gescheitert.

Frankfurt/MainDer Betriebsrat der Deutschen Börse beklagt Belastungen aus der gescheiterten Fusion mit der Londoner Stock Exchange (LSE). Die Kosten könnten an die 100 Millionen Euro heranreichen, heißt es in einem Schreiben der Arbeitnehmervertreter an die Beschäftigten, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin seien auch die Kosten für die eingesetzten internen Ressourcen enthalten, „die somit für das Wachstum unseres Unternehmens aus eigener Kraft nicht verfügbar waren“. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ über den Brief berichtet.

Der Betriebsrat erwarte „nach diesem Desaster, dass die Gründe für das Scheitern der Fusion zeitnah aufgearbeitet werden und dem Vorstand mehr einfällt, als in den durch zahlreiche Restrukturierungsprogramme bekannten Sparmodus zurückzufallen...“, heißt es weiter.

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Das ehrgeizige Fusionsvorhaben war am Mittwoch am Votum der EU-Wettbewerbshüter endgültig gescheitert. Ein Aus hatte sich allerdings schon länger abgezeichnet: Spätestens nachdem sich die LSE Ende Februar weigerte, eine weitere Auflage der EU-Wettbewerbshüter zu erfüllen und ihren Mehrheitsanteil an der italienischen Anleihen-Handelsplattform MTS zu veräußern.

Von

dpa

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