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20.07.2016

15:44 Uhr

Deutsche Börse

Zustimmung der Aktionäre zur LSE-Fusion fast erreicht

Noch sind es nicht 60 Prozent, aber die Deutsche Börse ist optimistisch: 55,45 Prozent der Aktionäre boten bis Mittwochnachmittag ihre Anteilsscheine zum Umtausch in Papiere des fusionierten Unternehmens an.

Der Sitz der Deutschen Börse in Eschborn (Hessen). dpa

Börsenfusion London - Frankfurt

Der Sitz der Deutschen Börse in Eschborn (Hessen).

FrankfurtDie Deutsche Börse sieht sich bei der Zustimmung ihrer Aktionäre zur geplanten Fusion mit der Londoner LSE auf der Zielgeraden. 55,45 Prozent der Aktionäre boten bis Mittwochnachmittag ihre Anteilsscheine zum Umtausch in Papiere des fusionierten Unternehmens an, wie der Dax-Konzern mitteilte.

„Bei dem angestrebten Zusammenschluss mit der London Stock Exchange Group haben wir die breite Unterstützung unserer Aktionäre und sind sehr zuversichtlich, im weiteren Verlauf der Tauschfrist die erforderliche Schwelle von 60 Prozent zu überschreiten“, erklärte Deutsche-Börse-Finanzvorstand Gregor Pottmeyer. „Das typische Marktverhalten ist, dass Investoren erst kurz vor Ablauf der Tauschfrist ihre Aktien andienen.“

Fallen bei der Fusion

Die Aktionäre

Die Anteilseigner der Deutschen Börse haben bis zum 26. Juli Zeit, um ihre Aktien gegen die der neuen Superbörse zu tauschen. 60 Prozent der Anleger müssen mitmachen, damit das Vorhaben weiter verfolgt wird. Danach beginnt die sogenannte erweiterte Annahmefrist. Sie gibt verbliebenen Aktionären der Börse die Chance, ihre Aktien doch noch zu tauschen.

Die Wettbewerbshüter

Die Wettbewerbshüter der Europäischen Kommission müssen danach überprüfen, ob die Börsenhochzeit den Wettbewerb in Europa hemmt. Ihre Prüfung dürfte mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Die Börsenaufsicht

Die Börsenaufsicht in Hessen kann den Deal stoppen, wenn sie die Fortentwicklung der Frankfurter Börse gefährdet sieht. Sie dürfte aber zunächst die Entscheidung aus Brüssel abwarten.

Um das Ja der eigenen Eigentümer zu sichern, hatte die Deutsche Börse Anfang vergangener Woche kurzfristig die Mindestannahmequote von 75 auf 60 Prozent gesenkt. Zudem bekamen die Aktionäre zwei Wochen länger Zeit, sich für die Fusion zu entscheiden.

Die Umtauschfrist läuft nun noch bis einschließlich 26. Juli (24.00 Uhr). Stellen sich die Aktionäre hinter das milliardenschwere Projekt, müssen noch etliche Aufsichtsbehörden grünes Licht geben. Das Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union hat die Hürden erhöht.

Von

dpa

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