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14.09.2013

16:38 Uhr

Deutscher Markt

Credit Suisse veräußert Privatkundengeschäft

Einem Magazinbericht zufolge sucht die Großbank Credit Suisse nach Abnehmern für das Privatkundengeschäft auf dem deutschen Markt. Interessenten haben sich offenbar im Ausland gefunden. Es winkt ein Milliardenerlös.

Credit Suisse: Die Schweizer Bank rechnet mit einem Erlös von vier bis fünf Milliarden Euro. dpa

Credit Suisse: Die Schweizer Bank rechnet mit einem Erlös von vier bis fünf Milliarden Euro.

FrankfurtDie Schweizer Großbank Credit Suisse will einem Medienbericht zufolge ihr Privatkundengeschäft in Deutschland verkaufen. Die französische BNP Paribas und die spanische Santander seien an einem Kauf des entsprechenden Geschäfts der Credit Suisse (Deutschland) AG interessiert, berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Finanzkreise. Die CS-Tochter betreue in Deutschland an neun Standorten wohlhabende Kunden mit einem Gesamtvermögen von etwa vier bis fünf Milliarden Euro. Interessenten könnten noch bis Ende September Angebote abgeben. Eine Sprecherin von Credit Suisse lehnte eine Stellungnahme ab. BNP Paribas und Santander wollten laut Wirtschaftswoche den Bericht nicht kommentieren.

Im Juni hatte Reuters aus Kreisen erfahren, dass Credit Suisse den Verkauf von Teilen des Vermögensverwaltungsgeschäfts in Deutschland prüft. Die Profitabilität des Private Bankings in verschiedenen europäischen Ländern solle verbessert werden, hatte eine mit der Situation vertraute Person erklärt. Eine Option sei der Ausstieg aus gewissen Geschäften. Zudem wolle sich die Bank in der Vermögensverwaltung außerhalb der Schweiz auf die Superreichen konzentrieren.

Deutschland ist der größte Vermögensverwaltungsmarkt in Europa. Angesichts des scharfen Preisdrucks arbeitet in Deutschland aber kaum ein Schweizer Anbieter mit Gewinn. Im Dezember hatte Credit Suisse angekündigt, die Zahl der Niederlassungen in dem Land auf neun von bislang zwölf zu kürzen und etwa 150 der knapp 500 Jobs im Private Banking zu streichen.

Von

rtr

Kommentare (5)

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keinahnung

14.09.2013, 18:29 Uhr

perfekt: die deutschen bausparerfirmen kündigen kundenfreundliche verträge und privatsparten sollen weg.

Mal sehen wann die erste europäische sklavenvolksbank eröffnet wird. da werden bestimmt mio von bürgern, vorwiegend deutsche, hinlaufen

Sausewind

14.09.2013, 20:56 Uhr

Bravo Steinbrück, Borjans, Wagenknecht, Kipping und Volksfreunde. Super, Gratuliere, einfach phänomenal!
Bald kann die staatseigene Vermögensverwaltung dem dummen Pöbel unbenötigte Vermögensbestandteile in Eigenregie abzwacken. Die Endlösung naht. Bald ist der Michel wieder geknüttelt und kontrolliert. Pfui du lästige Freiheit. Oh du herrliche Staatsgewalt!

Account gelöscht!

15.09.2013, 12:13 Uhr

Alle Jahre wieder. Schon als ich im 2009 bei der CS arbeitete wollte man das Geschäft mit Kunden unter 500`000 SFr in der Schweiz abstossen da unrentabel. Auch die meisten Filialen schliessen, da man das ja über Internet auch anbieten kann. keine zwei Jahre später ist man ganz klein Laut von der Strategie wieder abgerückt. Dafür sass man auf einer teuren Informatik und Filialnetz. Schon damals trieb ein teures Heer von Beratern sein Unwesen in der Bank. Mit jährlich wechselnden Strategien. An einem Symposion von solchen Beratern konnte ich mir mal einen eindruck vom Denken dieser Gilde machen. Auf die Frage in einer Diskussionsrunde warum die CS eine Strategie fahre die so in keiner anderen Unternehmung umgesetzt werde gab es die ironisch gemeinte Antwort ( die aber nicht ironisch war sondern die Realität wiederspiegelte) dass solche Vorgehensweise die Arbeitsplätze der Berater sichere.
Nicht das Geschäft mit den Kunden ist unrentabel sondern die Kostenstruktur der CS ist nicht Konkurrenz fähig, da ausgelegt auf andere Geschäftspraktiken.
Mal schauen, wie lange es dauert bis man dieses mal merkt, dass man ein Geschäft nicht nur nach den Zahlen beurteilen sollte.
Es wird sich dann sicher ein weiterer Berater zur Verfügung stehen der mit schönen Grafiken erklärt wieso es jetzt einen Strategie wechsel braucht ;-).
"Wenn sich zwei verstehen haben Sie immer Arbeit"

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