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06.01.2016

14:24 Uhr

Devisenhandel

China schränkt auch Standard Chartered ein

Chinas Zentralbank hat Probleme, den Yuan unter Kontrolle zu halten. Deshalb hat sie der Deutschen Bank und zwei anderen ausländischen Geldhäusern bestimmte Währungsgeschäfte verboten. Nun setzt sie nochmal nach.

Die wachsende Kluft zwischen dem Wechselkurs in China sowie Hongkong und ausländischen Handelsplätzen erschwert es der Zentralbank, den Yuan unter Kontrolle zu halten. Reuters

Chinesischer Yuan

Die wachsende Kluft zwischen dem Wechselkurs in China sowie Hongkong und ausländischen Handelsplätzen erschwert es der Zentralbank, den Yuan unter Kontrolle zu halten.

FrankfurtChina nimmt im Kampf gegen den Kapitalabfluss Finanzkreisen zufolge auch die britische Großbank Standard Chartered ins Visier. Die chinesische Zentralbank (PBOC) habe dem Institut – genauso wie der Deutschen Bank – bestimmte Devisengeschäfte untersagt, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Standard Chartered habe die PBOC jedoch gebeten, die bis Ende März geltende Sperre zu verkürzen, sagte einer der Insider. Die Briten wollten sich dazu nicht äußern, von der PBOC war keine Stellungnahme zu erhalten.

Reuters hatte bereits vergangenen Woche berichtet, dass die PBOC der Deutschen Bank und mindestens zwei weiteren ausländischen Geldhäusern bestimmte Währungsgeschäfte verboten hat. Dabei geht es einem Insider zufolge unter anderem um großvolumige Yuan-Handelsgeschäfte zwischen Shanghai und Hongkong. Der sogenannte Offshore-Yuan in Hongkong und anderen ausländischen Handelsplätzen fiel am Mittwoch auf 6,72 Yuan je Dollar - der niedrigste Stand seit Beginn des Handels 2010. Der in Shanghai gehandelte Onshore-Yuan war mit 6,55 Yuan je Dollar rund 2,5 Prozent mehr wert.

Die Gewinner der Weltwirtschaft

Volkswirtschaft 2050

Welche Staaten werden in 35 Jahren noch zu den führenden Wirtschaftsnationen der Welt gehören? Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) veröffentliche in ihrer Studie „The World in 2050“ unter anderem eine Top Ten der Volkswirtschaften. Für die Prognose gehen die PwC-Volkswirtschaftler von einem durchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von rund drei Prozent pro Jahr aus. Die Gewinner der Volkswirtschaften:

Quellen: dpa/ots

Nigeria

2014: 1,058 ; 2030: 2,566; 2050: 7,345 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Erstaunlich optimistisch bewerten die Volkswirtschaftler die Aussichten unter anderem Krisenstaaten in Afrika. So werde Nigeria bis 2050 Deutschland überholen und auf Platz neun der stärksten Volkswirtschaften klettern. Nigeria, Vietnam und die Philippinen werden demnach mit durchschnittlich 4,5 bis 5 Prozent Wachstum die dynamischsten Wachstumsregionen der Welt sein.

Mexiko

2014: 2,143 ; 2030: 3,985 ; 2050: 8,014 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Mexikos Wirtschaft ist derzeit im Wandel. 2020 wird das Land auf Platz neun klettern und 2050 Frankreich aus der Spitzengruppe verdrängen.

Indonesien

2014: 2,554 ; 2030: 5,486 ; 2050: 12,210 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Indonesien dürfte bis 2050 von dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung profitieren. 2030 wird die indonesische Wirtschaftsleistung doppelt so groß sein und schafft es 2050 laut der Studie auf Rang vier.

Brasilien

2014: 3,073 ; 2030: 4,996 ; 2050: 9,154 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Brasiliens Wirtschaft wächst in den kommenden Jahren noch mehr. 2030 klettert das Land auf Rang sechs und bleibt auch 2050 in der Top Ten (Platz fünf).

Indien

2014: 7,277 ; 2030: 17,138 ; 2050: 42,205 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Schon heute ist Indien als drittstärkste Volkswirtschaft etwa 50 Prozent leistungsstärker als das viertplatzierte Japan. Mit dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung wird Indien bis 2050 zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen. Die Wirtschaftsleistung soll dann fast zweieinhalbmal so stark sein wie die Indonesiens.

Banken könnten das ausnutzen, in dem sie Yuan in Shanghai verkaufen und in Hongkong kaufen. China will solche Arbitrage-Geschäfte und einen weiteren Kapitalabfluss aus der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft, die derzeit so langsam wächst wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr, jedoch mit allen Mitteln verhindern.

Von

rtr

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