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30.12.2015

16:28 Uhr

Devisenhandel

China schränkt die Deutsche Bank ein

Chinas Zentralbank hat Probleme, den Yuan unter Kontrolle zu halten. Nun hat die Regierung des Landes drei ausländische Banken von Devisengeschäften ausgeschlossen. Die Sperre gelte bis Ende März.

Die wachsende Kluft zwischen dem Wechselkurs in China sowie Hongkong und ausländischen Handelsplätzen erschwert es der Zentralbank, den Yuan unter Kontrolle zu halten. Reuters

Chinesischer Yuan

Die wachsende Kluft zwischen dem Wechselkurs in China sowie Hongkong und ausländischen Handelsplätzen erschwert es der Zentralbank, den Yuan unter Kontrolle zu halten.

ShanghaiChina verbietet der Deutschen Bank und anderen Geldhäusern bestimmte Devisengeschäfte und will damit seine Landeswährung Yuan stabilisieren. Die chinesische Zentralbank (People's Bank of China, PBOC) hat mindestens drei ausländischen Instituten mitgeteilt, dass sie bis Ende März bestimmte Devisengeschäfte unterlassen sollen, wie drei mit dem Vorgang vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Zu den betroffenen Geldhäusern gehört drei Insidern zufolge unter anderem die Deutsche Bank.

Verboten seien unter anderem großvolumige Yuan-Handelsgeschäfte zwischen Shanghai und Hongkong, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Der sogenannte Offshore-Yuan in Hongkong und anderen ausländischen Handelsplätzen ist derzeit mehr wert als der in Shanghai gehandelte Onshore-Yuan. Banken könnten das ausnutzen, in dem sie in Shanghai Yuan kaufen und diesen in Hongkong wieder verkaufen. Durch solche Arbitrage-Geschäfte würde jedoch der Druck auf den Onshore-Yuan steigen, was die PBOC verhindern will. Auch einen weiterer Kapitalabfluss aus der Volksrepublik, die derzeit so langsam wächst wie seit einem Viertel Jahrhundert nicht mehr, möchte die Führung in Peking mit aller Macht verhindern.

Die Gewinner der Weltwirtschaft

Volkswirtschaft 2050

Welche Staaten werden in 35 Jahren noch zu den führenden Wirtschaftsnationen der Welt gehören? Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) veröffentliche in ihrer Studie „The World in 2050“ unter anderem eine Top Ten der Volkswirtschaften. Für die Prognose gehen die PwC-Volkswirtschaftler von einem durchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von rund drei Prozent pro Jahr aus. Die Gewinner der Volkswirtschaften:

Quellen: dpa/ots

Nigeria

2014: 1,058 ; 2030: 2,566; 2050: 7,345 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Erstaunlich optimistisch bewerten die Volkswirtschaftler die Aussichten unter anderem Krisenstaaten in Afrika. So werde Nigeria bis 2050 Deutschland überholen und auf Platz neun der stärksten Volkswirtschaften klettern. Nigeria, Vietnam und die Philippinen werden demnach mit durchschnittlich 4,5 bis 5 Prozent Wachstum die dynamischsten Wachstumsregionen der Welt sein.

Mexiko

2014: 2,143 ; 2030: 3,985 ; 2050: 8,014 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Mexikos Wirtschaft ist derzeit im Wandel. 2020 wird das Land auf Platz neun klettern und 2050 Frankreich aus der Spitzengruppe verdrängen.

Indonesien

2014: 2,554 ; 2030: 5,486 ; 2050: 12,210 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Indonesien dürfte bis 2050 von dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung profitieren. 2030 wird die indonesische Wirtschaftsleistung doppelt so groß sein und schafft es 2050 laut der Studie auf Rang vier.

Brasilien

2014: 3,073 ; 2030: 4,996 ; 2050: 9,154 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Brasiliens Wirtschaft wächst in den kommenden Jahren noch mehr. 2030 klettert das Land auf Rang sechs und bleibt auch 2050 in der Top Ten (Platz fünf).

Indien

2014: 7,277 ; 2030: 17,138 ; 2050: 42,205 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Schon heute ist Indien als drittstärkste Volkswirtschaft etwa 50 Prozent leistungsstärker als das viertplatzierte Japan. Mit dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung wird Indien bis 2050 zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen. Die Wirtschaftsleistung soll dann fast zweieinhalbmal so stark sein wie die Indonesiens.

„Die Maßnahme ist Teil der Bemühungen der PBOC, den Wechselkurs des Yuan zu stabilisieren“, sagte ein Manager einer ausländischen Bank in China. Den Geldhäusern hat die Zentralbank Insidern zufolge keinen Grund für das Verbot genannt. Von der PBOC war keine Stellungnahme zu erhalten. Eine Sprecherin der Deutschen Bank in London wollte sich zu dem Thema nicht äußern. Das Institut zählt laut einer Umfrage des Magazins Asiamoney zu den größten ausländischen Devisenhändlern in China. Andere wichtige Akteure sind demnach das britische Geldhaus HSBC, das französische Institut BNP Paribas, die US-Bank Citigroup sowie die Australia and New Zealand Banking Group. Offizielle Daten über die Handelsaktivitäten von Banken in China gibt es nicht.

Der Yuan ist keine frei schwankende Währung wie der Euro, sondern er ist an den Kurs des Dollar gebunden. Die chinesische Zentralbank bestimmt an jedem Arbeitstag einen Referenzkurs, um den der Yuan maximal zwei Prozent schwanken darf. Im Sommer wertete die Notenbank den Yuan im Kampf gegen die schwächelnde Konjunktur überraschend ab und schürte damit Befürchtungen, dass es der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft schlechter geht als gedacht. Seitdem hat sie allerdings eine Reihe von Schritten unternommen, um die Währung wieder zu stützen.

Von

rtr

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