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10.02.2015

03:54 Uhr

Devisenhandelssystem

US-Finanzaufsicht nimmt Deutsche Bank genauer unter die Lupe

Das Devisenhandelssystem der Deutschen Bank wird laut Insider-Informationen von der amerikanischen Finanzaufsicht genauer durchleuchtet. Ein Kontrolleur überprüfe schon seit Wochen die Algorithmen der Plattform.

Das Headquarter der Deutschen Bank in Frankfurt am Main: Die US-Behörden sollen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge den Devisenhandel der Institution genauer überprüfen. Reuters

Deutsche Bank

Das Headquarter der Deutschen Bank in Frankfurt am Main: Die US-Behörden sollen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge den Devisenhandel der Institution genauer überprüfen.

New YorkDer Devisenhandel der Deutschen Bank in den USA wird Insidern zufolge noch genauer unter die Lupe genommen. Ein von der New Yorker Finanzaufsicht DFS eingesetzter Kontrolleur überprüfe seit mehreren Wochen auch das elektronische Devisenhandelssystem, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach sind Algorithmen der Plattform „Autobahn“ Teil der Ermittlungen.

Reuters hatte bereits im Dezember berichtet, dass die Finanzaufsicht überprüft, ob die Deutsche Bank und Barclays mit Hilfe von Algorithmen Devisenkurse manipuliert haben. Dabei geht es um den Verdacht, dass die Institute mit Hilfe der Software Devisengeschäfte von Kunden zu ihrem Vorteil genutzt haben könnten. Die Deutsche Bank erklärte nun, man arbeite mit den Ermittlern zusammen.

Derzeit stehen wegen mutmaßlicher Manipulationen auf dem Devisenmarkt mehrere Großbanken im Visier der Behörden. Bisher konzentrierten sich die Aufseher aber auf Absprachen, die es zwischen einzelnen Angestellten gegeben haben soll.

Für die Überwachung der Deutschen Bank ist die Washingtoner Firma Treliant Risk Advisers zuständig. Sie war von der New Yorker Finanzaufsicht eingesetzt worden.

Die Deutsche Bank gehört zu den größten Devisenhändlern weltweit und hat bereits etliche Mitarbeiter suspendiert oder beurlaubt. Nach eigener Darstellung spielte das größte deutsche Geldhaus im internationalen Devisenskandal aber nur eine untergeordnete Rolle.

Im November hatten Aufseher in mehreren Ländern im Rahmen eines Vergleiches Strafen von insgesamt 4,3 Milliarden Dollar gegen mehrere große Institute verhängt. Die Deutsche Bank war von der Einigung nicht betroffen.

Von

rtr

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