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28.03.2006

10:27 Uhr

Die Schwedische Großbank SEB

Die Bank der Wallenbergs

VonHelmut Steuer

Im Jahr 1856 wurde die erste private Geschäftsbank Schwedens gegründet. Nur wenige Unternehmen flößen im hohen Norden Europas so viel Respekt ein wie die SEB -Hausbank der einflussreichsten schwedischen Unternehmerfamilie Wallenberg.

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STOCKHOLM. Die Skandinaviska Enskilda Banken, wie die Hausbank der einflussreichsten schwedischen Unternehmerfamilie Wallenberg bis vor einigen Jahren hieß, gilt auch heute noch als ein nationales Kleinod, eine Institution, die aus der schwedischen Wirtschaftsgeschichte nicht wegzudenken ist. Mehrere Namenswechsel bis hin zu der heutigen Kurzform SEB haben daran nichts geändert.

Vor fast genau 150 Jahren wurde die Bank – damals unter dem Namen Stockholms Enskilda Bank – von einem Schweden gegründet. Sein Name steht unverändert als das Synonym für Macht und Reichtum. André Oscar Wallenberg war als 35-Jähriger nach Stockholm gekommen, um in der Hauptstadt eine Bank aufzumachen. Nach Jahren auf See wollte er etwas völlig anderes machen und hatte schon als Offizier in der Handelsflotte Gefallen an Wirtschaft und Politik gefunden. Eine Mischung, die auch heute noch das Wallenberg-Imperium prägt.

1856 war es soweit: Wallenberg gründete die erste private Geschäftsbank Schwedens. Er legte damit das Fundament für die Wallenberg-Dynastie. Heute gehört die Familie zu den mächtigsten in Europa und kontrolliert im Prinzip alles, was in Schweden Rang und Namen hat: Ob Ericsson oder Scania, ob Electrolux oder SAS, ob Astra Zeneca oder SKF – es gibt kaum einen Konzern, bei dem Investor, die Holding der Wallenberg-Familie, keinen Finger mit im Spiel hat. Die SEB zählt dabei zu den Kronjuwelen von Investor, sie ist eines der Machtinstrumente, über die sich die Familie Gehör in den Vorstandsetagen verschafft.

Die Bank machte sich früh einen Namen als ein Unternehmen, das Tradition und innovatives Denken vereinen kann. „Wir fassen unsere eigenen Beschlüsse, dann sehen wir, ob sie gut oder schlecht waren“, verteidigte etwa vor drei Jahren der damalige SEB-Chef und heutige Investor-Aufsichtsratsvorsitzende Jacob Wallenberg den Einstieg in die New Economy. Dieser Einstieg kam sehr spät – zu spät, wie man kurz darauf nach dem Platzen der IT-Blase sagen konnte.

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