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23.07.2015

14:23 Uhr

Die Werbung der Sparkassen

Nur noch „das mit den Fähnchen”

VonElisabeth Atzler

Die Sparkassen basteln an einer neuen Markenkommunikation: Wohlfühlen, Sicherheit und Vertrauen für die Kunden soll die Strategie kommunizieren. Werbung für einzelne Finanzprodukte ist dabei tabu.

Die 08/15-Bank wollte in einem bekannten Werbespot lieber „das mit den Fähnchen“ machen, statt tolle Produkte zu machen. Screenshot

Sparkassen-Werbung

Die 08/15-Bank wollte in einem bekannten Werbespot lieber „das mit den Fähnchen“ machen, statt tolle Produkte zu machen.

FrankfurtWenn’s um Geld geht – Sparkasse. Mit diesem Slogan werben die deutschen Sparkassen seit 1963. Zwar wurde Anfang des Jahres darüber diskutiert, ob der bekannte Werbespruch abgelöst werden soll. Doch die meisten in der Sparkassenwelt wollen beim Alten und Bewährten bleiben.

Ändern wird sich dafür einiges bei der Werbung der in rot getünchten Geldhäuser. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) bastelt an einer neuen Markenkommunikation. Er will ab 2016 auf Produktwerbung verzichten, wie das Fachmagazin „Werben & Verkaufen“ berichtete. Stattdessen konzentriert sich die Spitzenorganisation künftig auf Imagewerbung.

Lustige Werbespots der Sparkasse: Die Spaßkassen

Lustige Werbespots der Sparkasse

Die Spaßkassen

Wenn es um Werbung geht, liebt die Sparkasse Humor. Die legendären Werbespots setzen auf Witz, Komik und Parodien. Satire gehört fast schon zum Geschäftsmodell. Die besten Werbespots der Sparkasse.

Also nix mehr mit Joko und Klaas – die beiden Komiker hatten vor einigen Jahren aufwendig für Girokonten der Sparkassen geworben. Dafür mehr Werbung für den Bauch. Die Kunden sollen emotional angesprochen werden. Imagewerbung soll grundsätzlich ein Gefühl vermitteln – Vertrauen oder Sicherheit beispielsweise.

„Sparkassen genießen unverändert ein sehr hohes Kundenvertrauen. Schaut man aber auf die Zufriedenheit der Kunden mit ihrer Hausbank, stellt man aber fest, dass die Werte sinken. Das muss sich ändern“, sagte DSGV-Marketingleiterin Silke Lehm dem Handelsblatt. Das Ziel sei eine höhere Kundenzufriedenheit, die die Sparkassen ebenso messen wie die Bereitschaft ihrer Kunden, sie weiterzuempfehlen.

Die größten Sparkassen Deutschlands (Stand: 2014)

Platz 10: Sparkasse Bremen

Bilanzsumme: 11 Milliarden Euro, Mitarbeiter: 1.537

Platz 9: Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam

Bilanzsumme: 11,1 Milliarden Euro, Mitarbeiter: 1.683 (Stand: 2014)

Platz 8: Stadtsparkasse Düsseldorf

Bilanzsumme: 11,5 Milliarden Euro, Mitarbeiter: 2.268. Vor zwei Jahren belegte das Institut noch den siebten Rang.

Platz 7: Ostsächsische Sparkasse Dresden

Bilanzsumme: 12 Milliarden Euro, Mitarbeiter: 1.799. Die Bank macht im Vergleich zum Jahr 2012 zwei Plätze gut.

Platz 6: Sparkasse Hannover

Bilanzsumme: 13,9 Milliarden Euro, Mitarbeiter: 2.255

Platz 5: Stadtsparkasse München

Bilanzsumme: 16,5 Milliarden Euro, Mitarbeiter: 3.003

Platz 4: Frankfurter Sparkasse

Bilanzsumme: 17,7 Milliarden Euro, Mitarbeiter: 1.797

Platz 3: Kreissparkasse Köln

Bilanzsumme: 23,2 Milliarden Euro, Mitarbeiter: 4.512

Platz 2: Sparkasse KölnBonn

Bilanzsumme: 29,6 Milliarden Euro, Mitarbeiter: 4.536

Platz 1: Hamburger Sparkasse (Haspa)

Bilanzsumme: 42,4 Milliarden Euro, Mitarbeiter: 5.358

Quelle

Quelle: Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV).

Die Sparkassen wollen auch das Potenzial ihrer Marke besser ausschöpfen. Dass hier noch Luft nach oben ist, hatte der Markenberater Meta Design kürzlich festgestellt. „Die Untersuchung von Meta Design hat uns Stärken, aber auch Schwächen der Marke aufgezeigt. Sparkassen sind physisch nah sowie erlebbar. Aufholen müssen wir bei der menschlichen Nähe und der Wahrnehmung der Modernität“, erklärte Lehm.

Details der neuen Kampagne verraten die Sparkassen noch nicht. Bekannt ist, dass sie im vergangenen Jahr insgesamt 128 Millionen Euro für ihre Werbung ausgegeben haben, 2015 dürfte es ähnlich viel sein.

Kommentare (2)

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Herr Lui Kators

23.07.2015, 14:40 Uhr

Wenn ich mir die Machenschaften und kriminellen Aktivitäten der Groß- und Investmentbanken so ansehe, fühle ich mich bei meiner manchmal vielleicht auch "langweiligen" Sparkasse dennoch bestens aufgehoben.

Denn da "weiß man, was man hat"!

Herr Marc Ho

23.07.2015, 16:03 Uhr

Da kann die Sparkasse noch so sehr auf Emotion gehen, ein nicht existierender Verbund und immer weniger Service werden mich nie mehr zu dem Verein bringen. Beispiele: wenn ich in der Starnberger Sparkasse ein Sparbuch hatte, konnte ich nicht im 20 km entfernten München (Stadtsparkasse München) darauf zugreifen bzw. verfügen. Einzahlungsautomaten in Ismaning wurden abgeschafft; Bareinzahlungen sind nun nur noch in irgendwelchen wild-fremden Filialen zig Kilometer entfernt möglich. Daneben Gebühren für jeden Handgriff; auch für Dinge die sogar private Filialkonkurrenz kostenlos anbietet. Sparkasse - nein danke.

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