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22.02.2011

07:46 Uhr

Direktbank

DAB streicht Dividende zusammen

Vergangene Woche hatte die Comdirect mit einem Gewinnzuwachs geglänzt - da kann Konkurrent DAB Bank heute nicht so ganz mithalten. Die Direktbank übertraf die eigene Prognose, aber die Dividende wurde trotzdem gekürzt.

Die DAB-Bank übertraf die eigene Prognose, mit der Comdirect konnte sie jedoch nicht mithalten. Quelle: Pressefoto DAB bank

Die DAB-Bank übertraf die eigene Prognose, mit der Comdirect konnte sie jedoch nicht mithalten.

München/Quickborn

Die Münchner Direktbank DAB kürzt nach einem Gewinnrückgang im vergangenen Jahr die Dividende. Für 2010 werden je Aktie 20 Cent ausgeschüttet, nach 30 Cent im Jahr zuvor, wie die Tochter der Hypo-Vereinsbank am Dienstag mitteilte. Damit werde erneut der gesamte Gewinn an die Eigentümer weitergereicht.

Der Vorsteuergewinn fiel 2010 um 15 Prozent auf 28,57 Millionen Euro. Die Prognose des Vorstands von deutlich mehr als 25 Millionen Euro wurde damit erfüllt. 2009 hatte es noch einen positiven Sondereffekt aus dem Verkauf der Fonds Service Bank in Höhe von vier Millionen Euro gegeben.

Im guten Aktienjahr 2010 führte die DAB für ihre Kunden 4,5 Millionen Wertpapiertransaktionen aus, ein Plus von fast zehn Prozent. Dadurch kletterte der Provisionsüberschuss um vier Prozent auf 86,2 Millionen Euro. Dafür fiel das Finanzergebnis - die Summe aus dem Zinsüberschuss, dem Handelsergebnis und dem Anlageergebnis - um neun Prozent auf 69,6 Millionen Euro. Hier wirkten sich unter anderem die niedrigen Zinsen aus.

Im vierten Quartal 2010 rutschte die DAB Bank überraschend in die roten Zahlen. Zwei Faktoren wirkten sich primär zum Jahresschluss aus und führten zu dem Mini-Verlust von 26.000 Euro: eine deutlich höhere Steuerquote sowie wesentlich höhere Marketingkosten.

Der Konkurrent Comdirect hatte am vergangenen Donnerstag überzeugendere Zahlen vorgelegt. Das Institut steigerte ihren Gewinn im abgelaufenen Jahr und gewann neue Kunden hinzu. Unterm Strich verdiente das Tochterunternehmen der Commerzbank 59,6 Millionen Euro - nach 56,6 Millionen Euro im Jahr zuvor. Die Aktionäre sollten eine Dividende von 42 Cent je Aktie erhalten.

Insgesamt gewann die Bank, die zu rund 80 Prozent der Commerzbank gehört, 145.000 neue Kunden und betreut nun rund 2,3 Millionen Konten und Depots. Das Vermögen der Kunden wuchs auch dank steigender Aktienkurse um mehr als 18 Prozent auf 26,3 Milliarden Euro. "Die Zuwächse bei Kundenvermögen, Konten und Trades bestätigen unser Geschäftsmodell und unsere programmatische Stoßrichtung", sagte Reitmeyer.

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