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20.01.2006

08:42 Uhr

Direktbank für den Mittelstand

Investoren wollen Gontard & Metallbank reaktivieren

Eine Investorengruppe will aus der insolventen Gontard & Metallbank eine Direktbank für den Mittelstand schaffen. Zu diesem Zweck haben die Investoren schon sechs Millionen Euro in die Vorbereitung des Projekts und in die Pfennig-Aktie gesteckt.

HB FRANKFURT. Dies sagte der Initiator, der Kölner Finanz- und Unternehmensberater Alexander Lichtenberg, dem Handelsblatt. Die übrigen Gontard-Eigner sollen jetzt mit ins Boot geholt werden, um die Gläubiger zum Forderungsverzicht zu bewegen.

Die Investorengruppe hält nach eigenen Angaben knapp 30 Prozent an der Gontard & Metallbank, nach Handelsblatt-Recherchen sind ihr aber annähernd 60 Prozent zuzurechnen. Die Aktie ist ein marktenger Wert, der schon durch kleine Order kräftig schwankt. Am Donnerstag zum Beispiel legten die Titel um gut zwei Cent oder zehn Prozent auf 24 Cent zu.

„Gegenwärtig verhandeln wir mit dem Einlagensicherungsfonds als Hauptgläubiger und mit den Rest-Gläubigern über eine Einigung mit Blick auf die Verbindlichkeiten“, sagte Lichtenberg dem Handelsblatt und fügte hinzu: „Ich glaube, dass wir noch im Herbst oder Winter diesen Jahres die ersten mittelständischen Kunden gewinnen können.“

Allerdings hat die Gruppe weder bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eine Banklizenz beantragt noch Vorstände mit der erforderlichen Kompetenz benannt. Konkrete Verhandlungen über den Insolvenzplan sind noch nicht in Angriff genommen worden: „Der Investor hat den Insolvenzverwalter zum Thema Insolvenzplan nicht angesprochen“, sagte Insolvenzverwalter Klaus Pannen dem Handelsblatt. Seines Wissens sei noch nie eine insolvente Bank saniert worden.

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