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02.07.2014

19:08 Uhr

Direktbank und Versicherer

Fineco und NN kommen an der Börse an

Zwei erfolgreiche Börsengänge mit je sieben Prozent Kurssprung: Die Direktbank Fineco geht in Mailand an den Start, der Börsengang des Versicherers NN ist mit 1,5 Milliarden Euro der größte in Europa seit drei Jahren.

Der Verkauf von NN war eine Auflage der EU-Kommission dafür, dass ING in der Finanzkrise mit zehn Milliarden Euro vom niederländischen Staat aufgefangen wurde. Reuters

Der Verkauf von NN war eine Auflage der EU-Kommission dafür, dass ING in der Finanzkrise mit zehn Milliarden Euro vom niederländischen Staat aufgefangen wurde.

Amsterdam/MailandFinanzwerte können an der Börse wieder landen. Die Aktien des niederländischen Versicherers NN Group und der italienischen Direktbank Fineco fanden am Mittwoch in Amsterdam und Mailand wohlwollende Aufnahme. Papiere von NN, der Versicherungstochter des Finanzkonzerns ING, und der UniCredit-Tochter Fineco schossen bei ihren Börsendebüts jeweils um fast sieben Prozent nach oben. Die Erlöse kommen jeweils den Muttergesellschaften zu Gute. Während die Mailänder Bank UniCredit mit dem Teilverkauf von Fineco die Kapitaldecke aufbessern will, war der Verkauf von NN eine Auflage der EU-Kommission dafür, dass ING in der Finanzkrise mit zehn Milliarden Euro vom niederländischen Staat aufgefangen wurde.

Mit einem Emissionsvolumen von 1,5 Milliarden Euro ist NN (das Kürzel steht für "Nationale-Nederlanden") der größte Börsengang auf dem europäischen Kontinent seit drei Jahren. In der EU war zuletzt die Emission des polnischen Versicherers PZU größer - vor fünf Jahren. Fineco, am Handelsvolumen gemessen größter Online-Broker in Europa, ist mit einem Volumen von mindestens 673 Millionen Euro das zweitgrößte Initial Public Offering (IPO) in Italien in diesem Jahr. UniCredit macht mit dem Verkauf von 30 Prozent der Fineco-Anteile einen Buchgewinn von mindestens 360 Millionen Euro. Fineco wird an der Börse zum Ausgabepreis mit 2,24 Milliarden Euro bewertet.

Dabei hatte UniCredit beim Ausgabepreis Abstriche machen müssen: Mit 3,70 Euro lag er am unteren Ende der Spanne; zu diesem Preis lagen am Ende allerdings fast dreimal so viele Aufträge vor wie Aktien zur Verfügung standen. "Der Markt war schwierig, weil viele Transaktionen gleichzeitig liefen", sagte Fineco-Chef Alessandro Foti am Mittwoch. Zahlreiche italienische Banken rüsten sich mit Kapitalerhöhungen für den Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB). UniCredit-Finanzchefin Marina Natale sagte, die Bank wolle sich nicht von weiteren Anteilen an Fineco trennen.

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