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03.02.2005

12:44 Uhr

Dividende wird erhöht

Deutsche Bank baut tausende Stellen ab

Die Deutsche Bank will trotz eines Gewinnsprungs im vergangenen Jahr massiv Stellen abbauen. Weltweit sollen 6400 Stellen wegfallen, 1200 will die Bank an billigen Standorten neu schaffen. Die Aktionäre profitieren vom besten Ergebnis seit dem Jahr 2000 durch eine höhere Dividende.

HB FRANKFURT. Der Nettogewinn sei 2004 um 87 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro gestiegen, teilte die Deutsche Bank am Donnerstag mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 2,49 Milliarden Euro gerechnet. Dabei profitierte das Frankfurter Geldhaus von einem starken Handelsergebnis und einer deutlich gesunkenen Risikovorsorge für faule Kredite. Restrukturierungsaufwendungen - vor allem für Abfindungen - belasteten aber im Schlussquartal das Ergebnis. Im vierten Quartal konnte die Bank dennoch mit 269 Millionen Nettogewinn die Analystenerwartungen klar übertreffen. Die Eigenkapitalrendite lag 2004 bei 17 Prozent vor Steuern. Für 2005 hat sich die Bank 25 Prozent zum Ziel gesetzt.

Analysten sprachen in ersten Reaktionen von guten Zahlen. Die Aktie der Deutschen Bank stieg im vorbörslichen Handel um rund ein Prozent. Fondsmanager Dieter Ewald von Frankfurt Trust kritisierte allerdings, dass Kostensenkungen nicht auf Dauer durchzuhalten seien. „Was fehlt und schon lange fehlt, ist eine Antwort auf die Frage, wie die Bank die Erträge steigern will. Die Deutsche hat noch nicht die richtige Strategie gefunden“, sagte der Fondsmanager. Die Ziel-Rendite könne aber erreicht werden. „Das ist noch möglich, wird aber ein harter Kampf.“

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