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18.03.2004

08:12 Uhr

Dresdner Bank bleibt Sorgenkind

Beiersdorf-Erlös hievt Allianz in Gewinnzone

Der größte deutsche Finanzkonzern Allianz ist dank des Verkaufs seiner anteile am Hamburger Kosmetikkonzern Beiersdorf im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder in die Gewinnzone zurück gekehrt. Ohne diese Milliardeneinnahmen hätte das Unternehmen allerdings auch 2003 rote Zahlen geschrieben. Vorstandschef Dieckmann sieht die Allianz aber mittlerweile auf dem Weg zurück in die Spitzengruppe der Branche. Der Konzern erwartet für 2004 Zuwächse beim operativen Gewinn. Einen Strategiewechsel hat dieckmann offenbar nicht vorgesehen.

HB MÜNCHEN. „Für das laufende Geschäftsjahr 2004 geht die Allianz davon aus, weitere operative Ergebnisverbesserungen erzielen zu können“, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Bei den gesamten Beitragseinnahmen, die im vergangenen Jahr auf 85 (Vorjahr 82,7) Mrd. € zugenommen hatten, werde ein Zuwachs von vier Prozent erwartet. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern durch die Milliardeneinnahmen aus dem Verkauf des Beiersdorf-Pakets einen Gewinn von 1,6 Mrd. €, nachdem 2002 ein Verlust von knapp 1,2 Mrd. € angefallen war. Der Gewinn lag leicht unter den durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 1,50 € je Aktie erhalten.

Der seit knapp einem Jahr amtierende Allianz-Chef Michael Diekmann verwies auf die großen Ergebnisverbesserungen der Gruppe im operativen Geschäft. „Wir haben im Geschäftsjahr 2003 einen operativen Ergebnisumschwung von 4,5 Mrd. € erreicht und die Gruppe wieder auf eine solide Kapitalbasis gestellt“, erklärte er. Er sei zuversichtlich, dass die Allianz spätestens ab 2005 wieder in der ersten Liga der ertragsstarken Unternehmen sein werde.

Die Banksparte mit der Dresdner Bank wies im vergangenen Jahr erneut einen Verlust von 1,3 Mrd. € aus. Außerhalb des operativen Geschäfts habe sich eine erneute Belastung von 1,6 Mrd. € vor allem durch Abschreibungen und Restrukturierungsaufwendungen ergeben. Die Dresdner Bank arbeitet seit August ein Sparprogramm ab, das unter anderem den Abbau von 4700 Stellen bis 2005 vorsieht. Ende 2003 beschäftigte die Dresdner rund 35 000 Menschen.

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