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02.02.2007

14:02 Uhr

Dresdner Bank

Mehr Kundenberater zur Allianz

VonC. Potthoff

Vertriebsoffensive bei der Dresdner Bank: Das Geldhaus schickt mehr Kundenberater in die Allianz-Agenturen. In diesen Tagen beginnen die ersten 100 Vertriebsleute im Zuge eines Pilotversuchs mit dem Verkauf von Bankprodukten.

Die Dresdner Bank wil über die Allianz mehr Kunden gewinnen. Foto: ap

Die Dresdner Bank wil über die Allianz mehr Kunden gewinnen. Foto: ap

FRANKFURT. „Sollte die Pilotphase erfolgreich verlaufen, könnte ich mir vorstellen, dass wir im Laufe der kommenden Jahre weitere Agenturen zu Bankagenturen ausbauen“, sagte Vorstand Andree Moschner dem Handelsblatt. Nach Informationen aus Konzernkreisen sollen im Laufe der Zeit bis zu 1 000 der 12 000 Allianzagenturen in Deutschland zu Mini-Bankfilialen aufgerüstet werden.

Mit den Bankagenturen unternimmt die Allianz einen weiteren Versuch, Nutzen aus der milliardenschweren Übernahme der Dresdner Bank im Jahre 2001 zu ziehen. Anfangs schrieb die Bank tiefrote Zahlen, doch hat sie sich nach harten Sanierungsschritten gefangen. In den ersten neun Monaten vergangenen Jahres erzielte sie eine Eigenkapitalrendite von 13 Prozent – das entspricht in etwa dem Niveau der Commerzbank.

Beim weiteren Wachstum setzt Bankchef Herbert Walter vor allem auf eine Verzahnung mit der Muttergesellschaft. 2005 gewann die Bank über 350 000 Neukunden über die Allianz-Agenturen, im vergangenen Jahr waren es mehr als 320 000. „Mit dieser Größenordnung rechnen wir auch in den nächsten Jahren“, sagt Moschner. Insgesamt hat die Bank jetzt über sechs Millionen Kunden. Ziel ist es, diese Zahl bis 2008 auf 6,5 Millionen auszuweiten.

Bankagenturen mit Geldautomat und Auszugsdrucker

Dabei sollen künftig die Bankagenturen helfen. Zwar vertreiben schon heute 340 Dresdner-Fachleute in enger Absprache mit den Versicherungsagenturen Bankprodukte. Sie sind aber nicht in einer bestimmten Agentur tätig. In den neuen Bankagenturen dagegen sitzt permanent ein Dresdner Banker. Außerdem sollen diese Niederlassungen sie mit Kontoauszugdruckern und teilweise auch mit Geldautomat ausgerüstet werden. Optisch wird die Zusammenarbeit dadurch dokumentiert, dass neben dem blauen Allianz-Logo auch das grüne Dresdner-Emblem aufgehängt wird. Die ersten 20 Bankagenturen werden im Februar eröffnet, die übrigen 80 im Laufe der kommenen Monate. Analysten begrüßen die Verzahnung mit der Muttergesellschaft. „Das ist der nächste logische Schritt“, sagt Ralf Dibbern von MM Warburg.

Wenig Interesse zeigt die Dresdner Bank dagegen an einer anderen Methode zur Gewinnung von Neukunden – der Übernahme konkurrierender Kreditinstitute. Schon bei den Verkäufen der Norisbank und der Berliner Bank im vergangenen Jahr zählte die Allianz-Tochter nicht zum engeren Interessentenkreis. Derzeit ist die Landesbank Berlin im Angebot. Moschner macht aber deutlich, dass die Kooperation mit der Allianz Priorität hat. „Bei unserer gemeinsamen Kundenbasis von mehr als 24 Millionen Kunden steht zunächst einmal das bessere Nutzen dieses enormen Potenzials im Vordergrund.“

Die konzerninterne Kooperation beschränkt sich im Übrigen nicht auf Deutschland. Die Dresdner Bank soll innerhalb der Allianz-Gruppe als konzernweites Kompetenzzentrum auch die Bankaktivitäten der Allianz-Gruppe im Ausland unterstützen, etwa in Italien, Frankreich und künftig in Ungarn.

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