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11.04.2006

15:32 Uhr

Dritthöchstes Bußgeld

Britische Finanzaufsicht straft Deutsche Bank ab

Die Deutsche Bank muss die dritthöchste je von der britischen Finanzaufsicht FSA verhängte Strafe zahlen. Es geht um unlautere Aktiengeschäfte. Die Bank selbst spielt das Ganze herunter.

HB FRANKFURT. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, steht das Strafgeld von umgerechnet rund 9 Mill. Euro (6,3 Mill. Pfund) im Zusammenhang mit Stützungskäufen für Aktien der Unternehmen Scania und Cytos Biotechnology im Jahr 2004.

Bei dem beanstandetem Geschäft mit B-Aktien des schwedischen Lkw-Herstellers hatte die Deutsche Bank vom Autobauer Volvo 63,7 Mill. Scania-Anteilsscheine für 1,1 Mrd. Euro übernommen, um sie in einem so genannten beschleunigten Bookbuildingverfahren wieder zu verkaufen. Da der Kurs der Scania-Aktien sank, stützte die Deutsche Bank den Kurs laut FSA auf undurchsichtige Weise über eigene Käufe, was ein Fehlverhalten darstelle. Auch bei Geschäften mit Cytos-Aktien bemängelte die FSA unlautere Stabilisierungskäufe.

Es handele sich um Einzelfälle, an denen eine kleine Zahl von Mitarbeitern beteiligt war, erklärte die Deutsche Bank dazu. Es gebe keine Hinweise für ein systematisches Fehlverhalten. Das Kreditinstitut habe die FSA freiwillig informiert und ihr bei der Untersuchung geholfen. Im Ergebnis einer eigenen Prüfung habe die Bank bereits Disziplinarmaßnahmen ergriffen und Handlungsanweisungen verschärft. Ein verantwortlicher Manager der Bank muss auf Beschluss der FSA 350 000 Pfund zahlen.

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