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29.03.2006

15:24 Uhr

Durchwachsene Bilanz 2005

Nürnberger Versicherung leidet unter Rückgang bei Leben und Auto

Die Nürnberger Versicherungsgruppe hat im vergangenen Jahr ein deutlich geringeres Neugeschäft gemacht. Dagegen stiegen die Beitragseinnahmen. Das Unternehmen kündigte ein Sparprogramm an.

HB NÜRNBERG. Die Neubeiträge sanken um knapp 12 Prozent auf 546 Mill. Euro. Dies hänge vor allem mit der Besteuerung von Lebensversicherungen seit Anfang 2005 zusammen, erläuterte Vorstandschef Günther Riedel am Mittwoch in Nürnberg. Die gesamten Beitragseinnahmen stiegen um 1,7 Prozent auf knapp 3 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern wurde auf 20,2 Mill. Euro mehr als verdoppelt.

Die Dividende der Dachgesellschaft Nürnberger Beteiligungs-AG soll von 1 Euro auf 1,20 Euro je Stückaktie erhöht werden. Für das laufende Jahr kündigte Riedel eine Steigerung der Beitragseinnahmen um bis zu 1,5 Prozent an. Man wolle „Wachstum mit Ertrag“. Das Ergebnis soll um 20 Prozent wachsen.

Das Neugeschäft mit Lebensversicherungen sank im vergangenen Jahr um 17,2 Prozent auf 321 Mill. Euro. Riedel zeigte sich dennoch zufrieden. Man habe besser abgeschnitten als der Markt. Stark nachgefragt würden Berufsunfähigkeitstarife und staatlich geförderte Rentenversicherungen.

In der Schaden- und Unfallversicherung spiegelten sich Preiskämpfe um die Autofahrer in einem Rückgang der Neubeiträge um 5,2 Prozent auf 181 Mill. Euro wider. Das Kfz-Neugeschäft ging um 12,8 Prozent zurück. Der Vertrieb in der Kfz-Versicherung läuft etwa zur Hälfte über den Autohandel. Nach Riedels Angaben hat sich der Konzern von seinen defizitären Beteiligungen an Autohäusern mittlerweile weitgehend getrennt. Ein daraus entstandener Fehlbetrag von 70 Mill. Euro sei durch Gewinnrücklagen ausgeglichen worden.

Der Vorstandschef kündigte ein „Strategieprogramm“ für den gesamten Konzern an. Es gehe darum, Abläufe zu verbessern, Kosten zu senken und den Ertrag zu steigern. Bis Ende 2008 sollten auf diese Weise 50 Mill. Euro gespart werden. „Wir werden das mitarbeiterfreundlich abwickeln“, sagte der Vorstandschef. Für den Innendienst in der Nürnberger Generaldirektion wurde eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen, die betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2007 ausschließt. 2005 waren im Jahresdurchschnitt 5 476 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt nach 5 456 im Vorjahr.

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