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28.09.2016

15:53 Uhr

DZ Bank

Das innovative Labor der Genossen

VonElisabeth Atzler

Für jede Bank ist es heute ein Muss: ein bisschen sein wie junge Fintechs. Fast jede Bank probiert sich inzwischen als Start-up – neuerdings auch die DZ Bank. Unternehmer dürfen sich über einen Digitalassistenten freuen.

Im vierten Stock der Zentrale sollen Mitarbeiter künftig an Digitaldienstleistungen tüfteln. DZ Bank

Innovation Lab der DZ Bank

Im vierten Stock der Zentrale sollen Mitarbeiter künftig an Digitaldienstleistungen tüfteln.

FrankfurtAlle Augen richten sich diese Woche auf den Branchenprimus, wenn die Deutsche Bank mit viel Tamtam ihre Digitalfabrik eröffnet. Mehr als 400 Softwareentwickler, IT-Spezialisten und Bankexperten sollen künftig im Frankfurter Stadtteil Sossenheim, also fernab der Zentrale, an neuen digitalen Dienstleistungen basteln. Obendrein will die Deutsche Bank mit jungen Finanztechnologie-Start-ups, kurz Fintechs, kooperieren.

Während die größte deutsche Bank in großem Stil an der Digitalisierung des Geschäfts arbeitet, hat die DZ Bank ihr Innovation Lab beinahe klammheimlich bereits Anfang September eröffnet – und zwar nicht am Frankfurter Stadtrand. Das Innovation Lab des Zentralinstitut der Volks- und Raiffeisenbanken, der immerhin drittgrößten deutschen Bank, ist ein unscheinbarer Raum im vierten Stock des Cityhaus 1, am Hauptsitz der DZ Bank.

Und dort basteln auch nicht 400 Mitarbeiter an neuen Ideen, sondern 15. Doch die DZ Bank ist mit ihrem kleinen Ansatz ebenfalls zufrieden. Drei Teams arbeiten im Innovation Lab, ihre entworfenen Ideen und Ausführungen sollen schließlich möglichst schnell in der Bank umgesetzt werden.

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Der Top-Banker erwartet Fusionen kleinerer Häuser und kündigt für 2016 eine höhere Dividende an. Im Interview erklärt er zudem, warum er Strafzinsen weitergibt und Bargeld-Lagerung für eine sinnlose Trotzreaktion hält.

„Wir nutzen Methoden, die auch ein Start-up anwendet. Und wir arbeiten so, dass wir nach drei Monaten einen Prototypen oder ein Konzept aufsetzen, das dann in der Bank weiterentwickelt wird“, sagt Franz Welter, Abteilungsleiter Innovation und Digitalisierung bei der Bank. „Es kann aber auch sein, dass es letztlich eine Ausgründung gibt.“ Es gehe sowohl darum, interne Prozesse zu verbessern, als auch darum, Fintech-Ideen zu integrieren oder selbst zu entwickeln.

Die Ergebnisse sind vielfältig: etwa der VR-Butler, ein digitaler Assistent für kleine Firmen, die oftmals Kunde von Volks- oder Raiffeisenbank sind. Der VR-Butler soll die Unternehmer von Bürokratie entlasten – etwa Daten an den Steuerberater weiterleiten oder Rechnungen mit wenigen Klicks erstellen.

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