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01.03.2016

13:59 Uhr

DZ Bank und WGZ Bank

Mit einem Milliardengewinn in die Fusion

Im August will die DZ Bank den Zusammenschluss mit der kleineren WGZ Bank abschließen. Den Mitarbeitern wird die Fusion mit Kündigungsschutz erleichtert – ein Milliardengewinn macht es leicht, großzügig zu sein.

Durch die Fusion mit der WGZ Bank entsteht ein Top-3-Geldhaus in Deutschland. dpa

DZ Bank in Frankfurt

Durch die Fusion mit der WGZ Bank entsteht ein Top-3-Geldhaus in Deutschland.

FrankfurtDie DZ Bank geht mit Rückenwind auf die Zielgerade zum Zusammenschluss mit der WGZ. Das Fusionsprojekt komme „sehr gut und zügig“ voran, sagte DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch am Dienstag in Frankfurt. „Wir streben unverändert einen Start des vereinigten Instituts am 1. August 2016 an.“

Der Zusammenschluss der beiden genossenschaftlichen Spitzeninstitute soll - nach mehreren erfolglosen Versuchen - in diesem Sommer endlich Wirklichkeit werden. Beide Seiten hatten im November eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Für den 12. April ist die Unterzeichnung des Verschmelzungsvertrages angestrebt.

Zuschnitt der Vorstandsdezernate, Geschäftsverteilung und Bereichsorganisation des neuen Spitzeninstituts der etwas mehr als 1000 Volks- und Raiffeisenbanken stehen bereits. Aus 22 Bereichen bei der DZ Bank und 15 bei der Düsseldorfer WGZ sollen 29 werden. Frankfurt und Düsseldorf als Standorte sollen erhalten bleiben.

Kündigungsschutz: Schnelle Einigung bei der DZ Bank

Kündigungsschutz

Premium Schnelle Einigung bei der DZ Bank

Bis zum 1. August wollen die WGZ Bank und die DZ Bank fusionieren. Bis zuletzt gab es jedoch Streitpunkte ob des geplanten Stellenabbaus. Nun sind Vorstand und Betriebsrat bei strittigen Punkten einig geworden.

Angestrebt ist, die Integration bis Ende 2018 abzuschließen. Die Partner erwarten durch die Fusion ab 2020 ein jährliches Einspar- und Ertragspotenzial von 100 Millionen bis 175 Millionen Euro. Den Löwenanteil will das Management durch Personalabbau realisieren: Bis 2019 sollen etwa 700 Vollzeitstellen wegfallen. Da viele Mitarbeiter in Teilzeit arbeiten, dürfte es nach Schätzungen Kirschs letztlich etwa 1000 Mitarbeiter treffen.

„Eingespart wird an beiden Standorten“, sagte Kirsch. „Es ist unser Wunsch und Wille, dass wir betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2020 ausschließen und so soll es auch für Düsseldorf vereinbart werden.“ Der geplante Jobabbau bezieht sich auf eine Basis von 5500 Stellen.

Beim Stellenabbau werden die Häuser auf Abfindungen und freiwillige Abgänge setzen müssen. Denn nach Informationen des Handelsblatts hat die DZ Bank einem Kündigungsschutz bis Ende 2020 zugestimmt. Der Vorstand der DZ Bank habe die Einigung bereits offiziell abgesegnet, der Gesamtbetriebsrat der Bank dürfte an diesem Dienstag nachziehen, ist zu hören. Auch für die WGZ Bank ist demnach der Abschluss einer ähnlichen Übereinkunft noch in dieser Woche geplant.

Die größten Banken Deutschlands

Platz 10

Helaba

Bilanzsumme: 151 Milliarden Euro

(Stand, wenn nicht anders angegeben: 31.12.2014)

Platz 9

Postbank

Bilanzsumme: 155 Milliarden Euro

Platz 8

NordLB

Bilanzsumme: 198 Milliarden Euro

Platz 7

BayernLB

Bilanzsumme: 232 Milliarden Euro

Platz 6

Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)

Bilanzsumme: 266 Milliarden Euro

Platz 5

Hypovereinsbank

Bilanzsumme: 300 Milliarden Euro

Platz 4

KfW-Bankengruppe

Bilanzsumme: 489 Milliarden Euro

Platz 3

DZ- und WGZ-Bank

Bilanzsumme: rund 500 Milliarden Euro

Davon entfallen etwa 400 Milliarden auf die DZ-Bank und ungefähr 95 Milliarden auf die WGZ-Bank. Am 19. November 2015 wurde bekannt, dass die beiden Genossenschaftsbanken fusionieren werden.

Platz 2

Commerzbank

Bilanzsumme: 564 Milliarden Euro

Platz 1

Deutsche Bank

Bilanzsumme: 1.700 Milliarden Euro

„Der erfolgreiche Abschluss der Fusion ist unsere Hauptpriorität für das Geschäftsjahr 2016“, betonte Kirsch. Operativ geht das DZ-Bank-Management von einer stabilen Entwicklung aus. 2015 schnitt die DZ Bank Gruppe besser ab als erwartet. Zwar lag sowohl der Vorsteuergewinn mit 2,45 (Vorjahr: 2,9) Milliarden Euro als auch der Überschuss mit 1,8 (2,2) Milliarden Euro unter Vorjahr. Doch nach den Rekordzahlen 2014 hatte der Vorstand einen stärkeren Rückgang vorhergesagt - wegen unsicherer Märkte und teurer Regulierung.

Dank der robusten deutschen Konjunktur konnte die Gruppe die bereits niedrigen Rücklagen für Kreditausfälle weiter verringern. Zur DZ-Bank-Gruppe gehören auch die Fondsgesellschaft Union Investment, die Bausparkasse Schwäbisch Hall und die R+V Versicherung.

Von

dpa

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