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12.04.2016

16:46 Uhr

DZ Bank und WGZ

Spitzen der Genossenschaftsbanken besiegeln Fusion

Es ist der größte Zusammenschluss von Banken in Deutschland seit der Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank: Die Milliarden-Fusion der genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ Bank ist besiegelt.

Wolfgang Kirsch (r.), Vorstandsvorsitzender der DZ Bank und Hans-Bernd Wolberg, Vorstandsvorsitzender der WGZ Bank, unterhalten sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. dpa

Genossenschaftsbanken

Wolfgang Kirsch (r.), Vorstandsvorsitzender der DZ Bank und Hans-Bernd Wolberg, Vorstandsvorsitzender der WGZ Bank, unterhalten sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz.

DüsseldorfDie beiden genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ treiben ihren Zusammenschluss voran. Die Vorstände der beiden Institute unterzeichneten am Dienstag den Verschmelzungsvertrag für die Milliarden-Fusion, wie DZ und WGZ in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten.

Mit ihren Unterschriften besiegelten die Chefs der Spitzeninstitute der gut 1000 deutschen Volks- und Raiffeisenbanken wesentliche Eckpunkte der Transaktion. Das Vermögen der kleineren WGZ wird danach auf die Frankfurter DZ Bank übertragen, die Anteilseigner des Düsseldorfer Instituts erhalten im Rahmen einer Kapitalerhöhung Anteile an der DZ Bank.

Die von Wirtschaftsprüfern der KPMG ermittelte Werterelation liege dabei bei knapp 75 Prozent zu Gunsten der DZ Bank. Die Fusion ist der größte Zusammenschluss von Banken in Deutschland seit der mehrheitlichen Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank im Jahr 2010.

Die größten Genossenschaftsbanken (2016)

Platz 10

Evangelische Bank eG (Kassel)

Bilanzsumme: 7,2 Mrd. Euro
Einlagen: 6 Mrd. Euro
Spareinlagen: 1,8 Mrd. Euro
Kundenforderungen: 4 Mrd. Euro

Platz 9

Sparda-Bank München eG

Bilanzsumme: 7,2 Mrd. Euro
Einlagen: 6,6 Mrd. Euro
Spareinlagen: 1,3 Mrd. Euro
Kundenforderungen: 4,3 Mrd. Euro

Alle Angaben beziehen sich auf das Jahresende 2016.

Platz 8

Bank für Sozialwirtschaft AG (Köln)

Bilanzsumme: 8,6 Mrd. Euro
Einlagen: 6,6 Mrd. Euro
Spareinlagen: 453 Mio. Euro
Kundenforderungen: 5,5 Mrd. Euro

Platz 8

Sparda-Bank West eG (Düsseldorf)

Bilanzsumme: 9 Mrd. Euro
Einlagen: 8 Mrd. Euro
Spareinlagen: 2,9 Mrd. Euro
Kundenforderungen: 4,6 Mrd. Euro

Platz 6

Frankfurter Volksbank eG

Bilanzsumme: 9,3 Mrd. Euro
Einlagen: 7,3 Mrd. Euro
Spareinlagen: 1,6 Mrd. Euro
Kundenforderungen: 5,2 Mrd. Euro

Platz 5

Sparda-Bank Südwest eG (Mainz)
Bilanzsumme: 9,4 Mrd. Euro
Einlagen: 7,7 Mrd. Euro
Spareinlagen: 1,8 Mrd. Euro
Kundenforderungen: 6,5 Mrd. Euro

Platz 4

BBBank eG (Karlsruhe)

Bilanzsumme: 10,2 Mrd. Euro
Einlagen: 8,7 Mrd. Euro
Spareinlagen: 2,2 Mrd. Euro
Kundenforderungen: 5,5 Mrd. Euro

Platz 3

Berliner Volksbank eG

Bilanzsumme: 12.5 Mrd. Euro
Einlagen: 10,6 Mrd. Euro
Spareinlagen: 895 Mio. Euro
Kundenforderungen: 7,7 Mrd. Euro

Platz 2

Sparda-Bank Baden-Württemberg eG (Stuttgart)

Bilanzsumme: 13,4 Mrd. Euro
Einlagen: 11,7 Mrd. Euro
Spareinlagen: 4,7 Mrd. Euro
Kundenforderungen: 10,7 Mrd. Euro

Platz 1

Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (Düsseldorf)

Bilanzsumme: 38,8 Mrd. Euro
Einlagen: 25,7 Mrd. Euro
Spareinlagen: 93 Mio. Euro
Kundenforderungen: 29,7 Mrd. Euro

Quelle

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)

„Auf dem Weg zu unserer vereinigten genossenschaftlichen Zentralbank liegen wir voll im Plan“, betonte der Chef der DZ Bank, Wolfgang Kirsch. „Wir sind davon überzeugt, die Transaktion wie angestrebt zum 1. August abschließen zu können“, unterstrich WGZ-Chef Hans-Bernd Wolberg.

Auch die Vorsitzenden der Aufsichtsräte beider Geldhäuser stellten sich erneut hinter die Fusion. Die vereinigte Zentralbank solle an die geschäftspolitische Ausrichtung von DZ und WGZ anknüpfen.

Von

rtr

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