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05.04.2006

12:11 Uhr

„Easy Credit“-Geschäft boomt weiter

Norisbank hält Rekordkurs

Der zur DZ Bank gehörende Ratenkredit-Spezialist Norisbank ist 2006 mit deutlichen Zuwächsen gestartet und sieht sich deshalb auf Kurs für das neunte Rekordjahr in Folge.

HB FRANKFURT. Im Auftaktquartal habe das Nürnberger Institut bei seinem Hauptertragsbringer „Easy Credit“ das Neugeschäft um 21 Prozent auf 491 Mill. Euro gesteigert, sagte Vorstandschef Theophil Graband am Dienstagabend in Frankfurt. Damit sei in den ersten drei Monaten 2006 mehr Volumen verbucht worden als noch im Gesamtjahr 2001. „Es ist ein erfolgreicher Start in dieses Jahr“, sagte der Banker und bekräftigte: „2006 soll erneut das vorläufig beste Jahr in der Norisbank-Geschichte werden.“ Der Betriebsgewinn werde zweistellige Zuwachsraten aufweisen.

Im vergangenen Jahr war er um 24 Prozent auf 80,1 Mill. Euro geklettert. Immer mehr Institute des genossenschaftlichen Verbundes arbeiten mit den Nürnbergern zusammen: Die Zahl der Volks- und Raiffeisenbanken, die ihren Kunden den „Easy Credit“ anbieten, kletterte um 113 auf 881. Im ersten Quartal 2006 sorgten die Genossenschaftsbanken mit 352 (265) Mill. Euro für knapp drei Viertel des „Easy Credit“-Neugeschäfts. Die Norisbank mit ihren zuletzt rund 1158 (1126) Mitarbeitern konkurriert im Ratenkreditgeschäft etwa mit der Citibank, der Santander Consumer Bank - früher CC-Bank - oder den Sparkassen. Die DZ Bank, das größere der beiden genossenschaftlichen Spitzeninstitute, hatte die Norisbank 2003 von der Münchener HVB erworben.

Seit Mitte vergangenen Jahres testet die Norisbank elf so genannte Easy-Credit-Shops, die ausschließlich Konsumentkredite anbieten und kleiner sind als die Filialen. Die Pilotphase sei Ende März ausgelaufen, nun würden die Ergebnisse ausgewertet, sagte Graband. Zwei weitere, bereits geplante Kredit-Läden würden aber auf alle Fälle eröffnet. „Das Kundeninteresse war sehr groß“, zog der Banker eine vorläufige Bilanz. So hätten mehr als 20 000 Interessenten die Shops aufgesucht, über 6600 hätten sich tiefergehend beraten lassen. In fast 1800 Fällen kamen Abschlüsse zustande. 70 Prozent der Neukunden stammten von Großbanken und Sparkassen: „Genau das, was wir wollen - Neukunden dem genossenschaftlichen Verbund zuführen.“

Auch mit einer weiteren Investition kann die Norisbank zumindest derzeit zufrieden sein. Das Institut hat sich für die kommenden Jahre die Namensrechte für das Franken-Stadion des 1.FC Nürnberg gesichert und nennt es künftig Easy-Credit-Stadion. Der einst abstiegsgefährdete Fußball-Verein rangiert in der Tabelle nach mehreren Erfolgen mittlerweile auf Position elf. Graband schreibt dies nicht zuletzt auch dem neuen Namensgeber zu: „Mittlerweile siegt der 1. FC Nürnberg wieder."

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