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24.02.2015

10:01 Uhr

Edelmetall-Handel

Neue US-Ermittlungen gegen die Deutsche Bank

Die US-Behörden haben laut einem Bericht eine neue Untersuchung gegen zehn Großbanken eingeleitet. Diese stehen im Verdacht, die Edelmetall-Märkte manipiuliert zu haben. Auch die Deutsche Bank ist auf der Liste.

US-Behörden ermittlen gegen zehn internationale Großbanken. Sie stehen im Verdacht, Edelmetall-Märkte manipuliert zu haben, dpa

Deutsche Bank unter Verdacht

US-Behörden ermittlen gegen zehn internationale Großbanken. Sie stehen im Verdacht, Edelmetall-Märkte manipuliert zu haben,

Bangalore/FrankfurtDie US-Behörden nehmen einem Zeitungsbericht zufolge den Edelmetallhandel von mindestens zehn global agierenden Großbanken unter die Lupe - darunter soll sich auch die Deutsche Bank befinden. Das Justizministerium und die Derivate-Aufsicht CFTC untersuchten, ob die Geldhäuser an den Märkten manipuliert hätten, berichtet das „Wall Street Journal“ am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Behörden schauten sich dabei sehr genau die Festsetzung der Preise für Gold, Silber, Platin und Palladium in London an.

Zu den betroffenen Banken zählen dem Bericht zufolge neben der Deutschen Bank auch HSBC, Barclays, UBS Credit Suisse, Goldman Sachs, JP Morgan, Société Générale, Bank of Nova Scotia und die Standard Bank. Die Deutsche Bank wollte sich zur Sache nicht äußern. Bei den übrigen Geldhäusern und den Behörden war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Zahlreiche Skandale um manipulierte Zinsen und Devisenkurse hatten zuletzt Forderungen nach mehr Aufsicht und Transparenz bei der Ermittlung von Preisen und Kursen nach sich gezogen. Die Edelmetalle stehen hier besonders im Visier der Aufseher. So wurden über Jahrzehnte die täglichen Referenzpreise etwa für Gold und Silber von wenigen Banken in Telefonkonferenzen festgelegt. Dieses Verfahren ist anfällig für illegale Absprachen – und wird deshalb schrittweise durch ein elektronisches System ersetzt.

Die Deutsche Bank hatte bereits Anfang 2014 beschlossen, sich nicht mehr an der Feststellung der offiziellen Referenzpreise für Gold und Silber zu beteiligen.

Auch die deutsche Finanzaufsicht Bafin hatte sich die Goldpreise auf mögliche Tricksereien hin angeschaut – allerdings ohne Erfolg, wie der zuständige Bankenaufseher Raimund Röseler zu Jahresbeginn dem Handelsblatt sagte. „Wir haben keine Anzeichen für Manipulationen gefunden.“ Sollten sich keine neuen Hinweise ergeben, dann sei das Thema für die Bafin wohl erledigt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

25.02.2015, 09:36 Uhr

Wie ist es mit den staatlichen oder halbstaatlichen Institutionen, die die Märkte manipulieren?

Es hat aber auch etwas Positives. Russland und China tauschen USD gegen physisches Gold. Gold, das die USA nicht mehr besitzen und bei fallendem Goldpreis erhalten Russland und China für das gleiche Geld immer mehr. ;-)

Wie drückt sich dann Manipulation aus?

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