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05.04.2006

18:00 Uhr

Ehrgeiziges Wachstumsprogramm

Deutsche Axa legt deutlich zu

Im vergangenen Jahr hat die deutsche Tochter des französischen Versicherungskonzerns Axa ihren Gewinn dank eines deutlich höheren Kapitalanlageergebnisses massiv gesteigert.

HB DÜSSELDORF. Im laufenden Jahr wolle die AXA Konzern AG den Basisgewinn (underlying earnings) weiter steigern, teilte der Kölner Versicherer am Mittwoch mit. „Wir wollen in den nächsten Jahren ein über dem Marktdurchschnitt liegendes Wachstum erreichen und damit Marktanteile gewinnen“, schrieb der Vorstand in einem Brief an die Aktionäre. Das Konzernergebnis ohne Sondereffekte solle auf Vorjahresniveau liegen.

Der Pariser Konzernchef Henri de Castries hat der deutschen Tochter ein ehrgeiziges Wachstumsprogramm auferlegt. 2005 war das Konzernergebnis der deutschen Axa um 300 Mill. Euro auf 356 Mill. Euro gestiegen. Grund war die günstige Kapitalmarktentwicklung sowie die Auflösung von Rückstellungen. Deshalb soll die Dividende auf 1,60 Euro je Stamm- und 1,66 Euro je Vorzugsaktie erhöht werden von 0,57 beziehungsweise 0,63 Euro je Aktie. Den größten Anteil am Ergebnis lieferte mit 307 Mill. Euro das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft. Die Schaden-Kostenquote (Combined Ratio) sank um 0,5 Prozentpunkte auf 98,2 Prozent. Die Sparte Lebensversicherungen trug mit 25 Mill. zum Konzerngewinn bei, nach einem Verlust von 40 Mill. Euro im Vorjahr. Das Kapitalanlageergebnis verbesserte sich um acht Prozent auf 1,8 Mrd. Euro, was in erster Linie der günstigen Entwicklung der Aktien- und Rentenmärkte zu verdanken war.

Die gesamten Beitragseinnahmen der deutschen Axa stiegen 2005 um 1,5 Prozent auf 6,4 Mrd. Euro. In der Schaden- und Unfallversicherung kletterten die Einnahmen um 0,9 Prozent auf 2,64 Mrd. Euro, in der Lebensversicherung um 2,8 Prozent auf 2,68 Mrd. Euro und in der Krankenversicherung um 1,2 Prozent auf 899 Mill. Euro. Das wichtige Neugeschäft in der Lebensversicherung schrumpfte zwar massiv um 34,7 Prozent auf 258 Mill. Euro, hielt sich damit aber besser als die Branchen insgesamt mit gut 50 Prozent Rückgang durch das Alterseinkünftegesetz.

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