Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.10.2017

13:48 Uhr

Einigung in USA

Deutsche Bank kann Devisenskandal ad acta legen

Die Deutsche Bank hat sich mit US-Richtern auf eine Vergleichszahlung von 190 Millionen Dollar geeinigt. Dabei geht es um angebliche Manipulationen im Devisenhandel. Jetzt muss noch ein Richter zustimmen.

Das Geldhaus muss im Devisenskandal weniger als andere Geldhäuser zahlen. dpa

Deutsche Bank

Das Geldhaus muss im Devisenskandal weniger als andere Geldhäuser zahlen.

New YorkDie Deutsche Bank hat in den USA voraussichtlich ein Gerichtsverfahren weniger. Das Geldhaus verständigte sich im Rechtsstreit mit Investoren um angebliche Manipulationen im Devisenhandel auf eine Vergleichszahlung von 190 Millionen Dollar, wie am Freitag aus Gerichtsunterlagen in New York hervorging. Die Einigung ist vorläufig und muss noch von einem Richter bestätigt werden.

Die Deutsche Bank weist ein Fehlverhalten zurück und lehnte eine Stellungnahme zu dem Vergleich ab. Das Frankfurter Institut wäre das 15. von 16 Geldhäusern, das auf diese Weise das zivilrechtliche Verfahren im Zusammenhang mit dem Devisenskandal beendet. Allein Credit Suisse hat bisher keinen Vergleich geschlossen.

Düstere Analystenstudie: Ist die Deutsche Bank noch zu reparieren?

Düstere Analystenstudie

Premium Ist die Deutsche Bank noch zu reparieren?

Das renommierte Analysehaus Autonomous zweifelt daran an, dass der Deutschen Bank die Wende gelingen kann. Das Institut sei „nicht mehr zu reparieren“. Nur ein Wunder könnte den Experten zufolge die Lage verbessern.

Die Deutsche Bank hat seit längerem mit einer Vielzahl von Gerichtsverfahren in den USA zu kämpfen. Im Fall des jetzt vereinbarten Vergleichs muss sie mit den 190 Millionen Dollar weniger zahlen als Citigroup (402 Millionen), Barclays (384 Millionen), HSBC (285 Millionen) und Royal Bank of Scotland (255 Millionen). Insgesamt kommen rund 2,3 Milliarden Dollar zusammen.

In Strafrechtsverfahren rund um den Manipulationsskandal waren zuvor bereits mehrere Großbanken zu Strafen von insgesamt zehn Milliarden Dollar verurteilt worden.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×