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29.05.2013

20:41 Uhr

Einlagensicherung

US-Banken verdienen so gut wie nie zuvor

Weniger Ausgaben für Prozesse, weniger Vorsorge für faule Kredite: Der US-Geldhäusern geht es wieder blendend. Rund 40 Milliarden Dollar verdienten sie im ersten Quartal – doch nicht allen geht es gut.

Bankenprotest in Washington: Historischer Rekordwert von 40,3 Milliarden Dollar. AFP

Bankenprotest in Washington: Historischer Rekordwert von 40,3 Milliarden Dollar.

WashingtonFünf Jahre nach der verheerenden Finanzkrise geht es dem amerikanischen Bankensektor wieder blendend. Im ersten Quartal 2013 haben die US-Geldhäuser zusammengerechnet so viel verdient wie nie zuvor. Die Gewinne kletterten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf den historischen Rekordwert von 40,3 Milliarden Dollar (31,1 Milliarden Euro).

Zudem war es das 15. Quartal in Folge, in dem die Geschäfte besser liefen. Dies teilte am Mittwoch der Einlagensicherungsfonds der USA, die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), in Washington mit. Grund seien unter anderem weniger Ausgaben für Rechtsstreitigkeiten. Zudem hätten die Banken ihre Vorsorge für faule Kredite auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren gesenkt.

Doch geht es nicht allen Instituten gleich gut: Nur rund die Hälfte der Banken meldete verbesserte Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahresquartal. Glänzende Bilanzen haben vor allem Großbanken wie die Bank of America, Citigroup sowie JP Morgan und Wells Fargo.

Größte Investmentbanken im globalen Fusionsgeschäft

Rang 10

Deutsche Bank

41 Milliarden Dollar*

(-61 Prozent gg. Vorjahr)

*alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

Rang 9

Centerview Partners

48 Milliarden Dollar

(+631 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 8

Citi

52 Milliarden Dollar

(-49 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 7

Barclays

55 Milliarden Dollar

(-51 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 6

Morgan Stanley

57 Milliarden Dollar

(-41 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 5

Credit Suisse

69 Milliarden Dollar

(-27 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 4

Lazard

70 Milliarden Dollar

(+132 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 3

Bank of America Merrill Lynch

90 Milliarden Dollar*

(+43 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 2

Goldman Sachs

104 Milliarden Dollar

(-14,5 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 1

JPMorgan

124 Milliarden Dollar*

(+6,5 Prozent gg. Vorjahr)

*alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

FDIC-Chef Martin Gruenberg sagte, der US-Bankensektor sei in einer viel besseren Verfassung als noch vor drei Jahren. Doch gebe es Risiken, wie etwa weiter sinkende Gewinnmargen und die schwache Kreditnachfrage. Die auf der „Problemliste“ des Fonds geführten Banken wurden weniger: Dort sind zurzeit 612 Institute gelistet, 39 weniger als noch Ende Dezember. 13 Banken haben im laufenden Jahr bereits Konkurs angemeldet.

Die FDIC sichert mehr als 7000 Banken in den USA ab. Der Einlagensicherungsfonds FDIC wird von der Regierung gestützt. Garantiert wird für Kontoeinlagen bis 250.000 Dollar.

Erst am Dienstag hatte die Ratingagentur Moody's ihren Ausblick für die US-Bankenwelt von „negativ“ auf „stabil“ heraufgesetzt. Es war das erste Mal seit 2008, dass Moody's seine Einschätzung der Lage änderte. Grund war vor allem die wieder besser laufende amerikanische Wirtschaft.

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

29.05.2013, 20:49 Uhr

40 Milliarden Dollar die einen tatsächlichen Wert von Null haben weil beliebig und in einem Maß Geld gedruckt wurde wie man es nie zuvor gesehen hat aber die USA Herrschaften schmeissen den Schrott munter weiter in alle Welt und alle Trottel machen schön mit bei diesem Spiel.

RoadRunner

29.05.2013, 20:52 Uhr

Grund fuer den Rekordgewinn ist der Bailout der US Banken durch die US Federal Reserve.
Der Steuerzahler kommt aber den Bailout tragen, nicht die Banken.

Eddie

29.05.2013, 21:45 Uhr

Unwahr, Sozi-Theorien. Der US-Banken-Bail-out war ein sehr gutes Geschaeft fuer den Steuerzahler, keine Kosten, sondern Gewinn (in jeder Hinsicht, finanziell als auch i.S. Arbeitsplaetze etc.).

"In the end, the Treasury expects to make $22bn from Tarp's bank bailouts and $2bn on Tarp's loans to restart the credit markets, offsetting the auto bailouts." http://www.bbc.co.uk/news/business-17720012

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