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17.07.2014

15:48 Uhr

Einnahmen verdoppelt

Morgan Stanley schafft Gewinnsprung

Von solchen Ergebnissen können viele Firmen nur träumen: Morgan Stanley schafft eine Verdopplung des Quartalsgewinns. Treiber ist die Vermögensverwaltung – eine Sparte, die als sichere Bank nach der Krise dienen sollte.

Blitz-blanke Fassade: Morgan Stanley kann positive Quartalszahlen vorweisen. ap

Blitz-blanke Fassade: Morgan Stanley kann positive Quartalszahlen vorweisen.

New YorkMorgan Stanley hat zum Abschluss der Bilanzsaison der großen US-Banken für eine positive Überraschung gesorgt. Obwohl gerade der wichtige Anleihehandel weiter schwächelt, konnte die Investmentbank ihren Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppeln und stellte die Konkurrenz damit in den Schatten. Der Überschuss kletterte auf rund 1,9 Milliarden Dollar, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Vor allem das Beratungsgeschäft rund um Fusionen und Übernahmen (M&A) sowie die Vermögensverwaltung spülten Geld in die Kasse.

Analysten hatten mit einem weitaus schwächeren Ergebnis gerechnet. Die Morgan-Stanley-Aktie legte daher an der Wall Street um mehr als ein Prozent zu.

Seit Jahren baut Morgan Stanley die Vermögensverwaltung als zweites Standbein zum schwankungsanfälligen Investmentbanking aus. Das zahlt sich zunehmend aus. In der M&A-Beratung wiederum zeigt sich, dass viele Unternehmen wieder mutiger sind, weil die Märkte gut laufen und die Zinsen niedrig bleiben. Hier konnte Morgan Stanley zuletzt sehr viele Mandate gewinnen. Wir sehen eine Belebung in allen Geschäftsbereichen", erklärte Vorstandschef James Gorman.

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Das gilt allerdings nicht für den Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, in dem Morgan Stanley zuletzt ebenso einbüßte wie Goldman Sachs, JP Morgan und die Citigroup. Dieser Bereich läuft seit längerem nicht mehr. Denn Investoren rund um den Globus warten auf eindeutige Hinweise zur künftigen Zinspolitik der großen Notenbanken, um sich zu positionieren. Bis dahin halten sie sich mit Anleihekäufen zurück. Mit Spannung blicken die Anleger nun auf die Zahlen der europäischen Geldhäuser. Die Deutsche Bank, die mehr denn je auf das Investmentbanking und insbesondere den Anleihehandel setzt, legte ihre Quartalsbilanz am 29. Juli vor.

Morgan Stanley versuchte am Donnerstag auch Sorgen zu zerstreuen, der geplante Verkauf der Ölhandelssparte an den russischen Staatskonzern Rosneft könnte durch die verschärften US-Sanktionen gegen Russland gefährdet sein. Die Bank gehe weiterhin davon aus, die Mehrheit an der Sparte noch in diesem Jahr zu verkaufen, sagte Finanzchefin Ruth Porat. Die Bank bemüht sich seit fast zwei Jahren, das Geschäft mit physischen Rohstoffen loszuwerden. Grund hierfür sind wachsende Auflagen sowie höhere Kapitalanforderungen.

Von

rtr

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