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07.06.2013

19:19 Uhr

Entschädigung nach Pleite

Lehman Brothers beginnt mit Milliarden-Zahlungen an Kunden

Vor fünf Jahren ging die US-Bank Lehman Brothers pleite. Nun beginnt das Geldinstitut, die Großanleger zu entschädigen. Noch am Freitag soll das erste Geld fließen.

Die Investmentbank Lehman Brothers fängt am Freitag an, ihre Gläubiger zu entschädigen. dpa

Die Investmentbank Lehman Brothers fängt am Freitag an, ihre Gläubiger zu entschädigen.

New YorkFast fünf Jahre nach der Pleite von Lehman Brothers beginnt die Entschädigung von Großanlegern, die mit der US-Investmentbank gehandelt haben. Noch am Freitag sollten erste Zahlungen geleistet werden, teilte der zuständige Treuhänder James Giddens mit. Am Ende würden alle anerkannten Ansprüche beglichen. Wann der Auszahlungsprozess abgeschlossen werde, sei noch nicht klar. Kleinanleger waren bereits kurz nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers 2008 ausgezahlt worden. Insgesamt werden mehr als 100 Milliarden Dollar an Lehman-Kunden zurückgezahlt.

Dass es für die Großkunden so lange gedauert hat, lag an Rechtsstreitigkeiten zwischen den verschiedenen Gesellschaften im Lehman-Konzern. Die Muttergesellschaft Lehman Brothers Holdings erhält nun Ansprüche beim eigenen Brokerhaus in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar zurück, die Europa-Tochter neun Milliarden Dollar.

Die Muttergesellschaft Lehman Brothers Holdings ist gerade dabei, 65 Milliarden Dollar nach einem Insolvenzplan an ihre Gläubiger auszuschütten. Dazu gehört auch die deutsche Lehman Brothers Bankhaus AG, über die die US-Investmentbank einen Großteil ihres Kreditgeschäfts abgewickelt hatte. Die Lehman-Zertifikate, die die Bank an viele Privatkunden verkauft hatte, wiederum kommen von der niederländischen Tochter.

Von

rtr

Kommentare (3)

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kulanz

07.06.2013, 21:12 Uhr

Schade, dass der Artikel keinerlei Rückschlüsse hinsichtlich Geldbeschaffung zulässt. Woher haben sie die Kohle?

Karlheinz

08.06.2013, 09:18 Uhr

Werden nur amerikanische Kunden entschädigt oder auch deutsche?

Roothom

08.06.2013, 18:41 Uhr

die kohle war immer da, nur eben zum entscheidenden zeitpunkt nicht liquide, sondern in langfristanlagen. diese wurden nun mit verlust abgewickelt. den ganzen aerger und die verheerenden folgen haette man vermeiden koennen, wenn 2008 etwas nachgedacht worden waere, was die folgen einer solchen insolvenz sind...

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