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23.07.2012

20:24 Uhr

Entschädigungen

Landesbanken erwägen Angriff auf US-Institute

VonAstrid Dörner

ExklusivGemeinsam mit zwölf anderen europäischen Banken erwägen einige deutsche Landesbanken einen Angriff auf US-Institute wie die Bank of America. Sie erhoffen sich Entschädigungen in Höhe von gut 20 Milliarden Dollar.

Auf die US-Banken könnte es bald teuer werden: Europäische Banken erheben Ansprüche. dapd

Auf die US-Banken könnte es bald teuer werden: Europäische Banken erheben Ansprüche.

New YorkDeutsche Landesbanken erwägen, sich mit einer Gruppe von europäischen Banken zusammenzuschließen, um gemeinsam gegen US-Institute vorzugehen. Sie zielen dabei auf mögliche Entschädigungszahlungen ab, weil den europäischen Banken vor der Finanzkrise fehlerhafte Hypothekenanleihen verkauft wurden. Branchenkennern zufolge hätten die Landesbanken eine Chance, gut 20 Milliarden Dollar von großen US-Banken wie der Bank of America zurückzubekommen.

Nach Informationen des Handelsblatts überlegt eine Gruppe von etwa zwölf europäischen, darunter mehreren deutschen, Banken bereits seit Monaten, ob sie sich für den Angriff formieren. Finanzkreisen zufolge haben sich Banker sowohl in deutschen als auch in anderen europäischen Städten getroffen, um ihre Möglichkeiten auszuloten.

Doch die Zeit drängt: Rechtsanwälten zufolge laufen die Institute Gefahr, die Frist für ihre Ansprüche verstreichen zu lassen. Die vorherrschende Meinung ist, dass Käufer nach Abschluss der Verbriefung sechs Jahre Zeit haben, um gegen die Banken vorzugehen. Für viele Hypothekenpapiere läuft die Frist im ersten Halbjahr 2013 aus.

Kommentare (7)

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Rechner

23.07.2012, 22:17 Uhr

Die betreffenden Banken sollten auch die Betrügeragenturen als Beklagte benennen.

Denn die haben mit ihren AAA Bewertungen für den Schrott schießlich an dem Betrug mitgewirkt.

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Sollte man auf jeden Fall tun.

Bei Gerichtsstand London hätte man sogar Chancen.

Bei Gerichtsstand USA könnte man immerhin demonstrieren wie es um die "Rechtsprechung" in den USA bestellt ist.

uisi71

24.07.2012, 06:40 Uhr

in diesem Zusammenhang möchte ich folgende Frage stellen:

mir wurden von einem "Financial Advisor" Schrottpapiere verkauft, die zum Handelszeitpunkt alle an der DWB (open market) gelistet waren. Da die DWB 2010 endlich überrissen hat, dass sich im Freiverkehr , ich sage mal salopp, CAN, US, CH usw "Betrügerfirmen" registrieren haben lassen, die durch pump and dump Aktionen der "Analysten,Börsenbriefe etc" gepusht wurden. Durch die "neuen" Vorschriften beim Freiverkehr sind fast alle dieser "Firmen" delisted worden.
Meine Anzeige gegn DWB, dass das Handelsvehikel "Freiverkehr" mangels Überprüfung dem Betrug an Anlegern Tür und Tor geöffnet haben, wurde von der Amtsanwaltschaft , Frankfurt/M.Aktenhzeichen 213Js33847/2 vom 14.6.2012 abgelehnt, weil sich keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine Straftat ergaben. Soweit zur Ablehnung meiner Anzeige.

Da ich ja nur ein "ganz kleiner David" bin, kann ich natürlich nichts weiter unternehmen, bin jedoch weiterhin von meiner Ansicht überzeugt, dass die DWB Jahrzehnte Kleinstanleger mit dem Freiverkehr(Open Market) wissentlich betrogen hat.

Nun müssen sich Dutzende von großen Banken zusammenschliessen um gegen Schrottpapiere die ihnen von der BoA verkauft wurden zu klagen.... natürlich werden höchstbezahlte und nicht wenige Rechtsverdreher damit beauftragt werden, die ein Vermögen kosten werden.

Sie werden sich fragen, warum schreibt dieser Idiot diesen Blog??

Ganz einfach, da ich Parallelitäten zwischen beiden Anzeigen sehe.... es geht um Schrottpapiere und "wer hat verkauft bzw. vermittelt"?????

Machen Sie sich nun selbst ein Bild, wie es an den "Börsen " läuft. Gewinnen wird immer der größere Betrüger. Leider, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, "crime doesn't pay off".

Rückfragen erbeten an: christina@edis.at



RDA

24.07.2012, 08:19 Uhr

Die Klage sollte wirklich in London und nicht vor US-Gerichten eingereicht werden.

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