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18.01.2008

21:25 Uhr

Erfolgreiche Übernahme

Allianz Leben verschwindet vom Kurszettel

Der Münchener Finanzkonzern Allianz hat seinen Stimmanteil am Tochterunternehmen Allianz Leben auf 95 Prozent ausgebaut. Damit wird der traditionsreiche Lebensversicherer wohl bald endgültig vom Kurszettel verschwinden.

HB FRANKFURT. Die traditionsreiche Lebensversicherungs-Tochter des Münchener Finanzkonzerns Allianz wird nun doch vom Kurszettel verschwinden. Durch Käufe weiterer Aktien der Stuttgarter Tochter hat die Allianz nun die Schwelle von 95 Prozent der Stimmrechte überschritten und will die übrigen Aktionäre gegen eine Abfindung hinausdrängen, wie die Allianz Leben am Freitag mitteilte.

Im Frühjahr 2007 war die Allianz mit einem Übernahmeangebot noch an diesem Ziel gescheitert. Damals konnte sie ihren Anteil nur auf knapp 93 von 91 Prozent aufstocken. Die Aktionäre, die damals gezögert hatten, können nun womöglich mit einer höheren Abfindung rechnen. Denn die Aktie ist seither an der Stuttgarter Börse bis auf 825 Euro gestiegen, vor knapp einem Jahr hatte die Allianz 750 Euro geboten. Die Zwangsabfindung muss über dem gewichteten Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate liegen.

Der Finanzkonzern will mit dem Abschied der 1922 gegründeten Allianz Leben Geld sparen und seine Strukturen vereinfachen. Im Herbst 2006 hatte sich die Allianz in eine Europa-AG (Societas Europaea, SE) gewandelt und sowohl die italienische Tochter RAS als auch die französische AGF geschluckt.

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