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25.01.2007

15:06 Uhr

Erfolgversprechende Einheit

Credit Suisse bündelt fünf Töchter zu einer Privatbank

VonOliver Stock

Am kommenden Montag geht in der Schweiz mit der Credit Suisse-Ausgründung Clariden Leu eine neue Privatbank an den Start. Das Projekt ist anspruchsvoll: Gleich fünf Banken, die Clariden Bank, die Bank Leu, die Bank Hofmann, die BGP Banca di Gestione Patrimoniale sowie die CS Fides, die alle der Großbank Credit Suisse gehörten, sollen künftig als Einheit auftreten.

ZÜRICH. Das Institut wird mit seinen mehr als 120 Mrd. Schweizer Franken (75 Mrd. Euro) an Kundengeld die Nummer fünf unter den Schweizer Vermögensverwaltern sein. Es liegt damit noch vor Traditionshäusern aus Genf wie beispielsweise Pictet und Lombard Odier Darier Hentsch. Entsprechend gespannt schaut die Branche auf das, was sich von nächster Woche an dort in Zürich abspielt.

Ein besonderes Augenmerk richtet die Konkurrenz auf die Personalpolitik bei Clariden Leu. Denn die Besetzung der Führungsriege geht nicht ohne Hindernisse vor sich. Wundern musste das allerdings niemanden: Standen doch seit Bekanntgabe der Fusionspläne im vergangenen Frühjahr für jeden Führungsposten theoretisch fünf Anwärter zur Verfügung – einer aus jeder Bank.

Credit Suisse-Chef Oswald Grübel und sein Private-Banking-Vorstand Walter Berchtold, selbst Präsident des Verwaltungsrats bei Clariden Leu, hatten mit Bernard Stalder als Chef der neuen Gruppe, Beat Wittmann als Verantwortlichem für Produkte und Hans Nützi als Vorstand fürs Privatkunden-Geschäft lediglich drei führende Mitarbeiter benannt. Sie stammen von der Bank Leu und vom Bankhaus Clariden, was zu enttäuschten Gesichtern bei der Bank Hofmann führte. Die Vorgaben aus der Credit Suisse dürften sich allerdings nicht zuletzt an der Entwicklung der Bank Hofmann orientiert haben, die zwar sehr profitabel arbeitete, beim Zuwachs an Kundengeld aber im Vergleich zu den anderen Banken schlechter abgeschnitten hatte.

Letzte Umstellungen musste Stalder, der das weitere Führungsteam zusammenstellte, noch in den vergangenen Wochen vornehmen, nachdem der frühere Finanzchef von Clariden, Stefan Hausherr, entschied, nicht beim neuen Team zu sein. Er sollte eine Funktion im Private Banking bei Clariden Leu übernehmen, stattdessen wechselt er aber jetzt zu Julius Bär.

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